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Bessere Candidate Experience im Bewerberinterview: Fünf Punkte die Recruiter beachten sollten
Verfasst von Christoph Athanas unter Recruiting am 30. Mai 2013
Ein ganz zentrales Ereignis in jedem Bewerbungsprozess sind die Interviews. Dort begegnen sich Kandidaten und Unternehmensvertreter direkt und bilden sich weitgehende Urteile übereinander. Recruiter sollten diese Gespräche jedoch nicht nur unter dem Aspekt der Personalauswahl betrachten, sondern auch für ein für beide Seiten angenehmes Gespräch Verantwortung übernehmen.
Das Interview stellt einen oder im Zweifel mehrer prägende Eindrücke über das Unternehmen für den Kandidaten dar. Die sog. Candidate Experience wird hier stark beeinflusst. Diese Erfahrung der Kandidaten mit dem Unternehmen und dessen (HR-)Vertretern während des Bewerbungsprozesses entscheiden u.a. über die Annahme eines Jobangebotes und über die spätere Meinungsbildung im Hinblick auf das Unternehmen und dessen Arbeitgebermarke. Wurde die Arbeitgebermarke als authentisch erlebt? Wurde der Kandidat wertschätzend behandelt? Gab es einen angemessenen Rahmen ab, bspw. haben sich Personaler und Fachvorgesetzte für das Gespräch genug Zeit genommen und waren sie vorbereitet? Fühlte der Kandidat sich willkommen?
Alle solche Fragen spielen eine Rolle bei der Urteilsbildung auf der Bewerberseite. Und alle diese Aspekte sind direkt von den Recruitern und Unternehmensvertretern zu beeinflussen. Damit ist auch bereits die gute Nachricht überbracht: Hiring-Manager, Recruiter strengt Euch an! Ihr habt die Candidate Experience in den „Interviews“ selbst in der Hand.
Und selbstverständlich macht es auch im Hinblick auf die Personalauswahlentscheidung absolut Sinn dem Bewerber eine gute Candidate Experience im Interview zu vermitteln. Nur wer sich wohl und wertgeschätzt fühlt öffnet sich im Gespräch. So fällt es leichter Informationen vom Bewerber zu erhalten und man kann als Recruiter bessere Entscheidungen treffen. Außerdem ist ein gutes Erleben des Bewerbers im Gespräch auch dafür hilfreich, wenn es darum geht die Vorzüge und auch die Herausforderungen eines Jobangebotes herauszustellen. So steigen die Chancen, dass der Bewerber aufgeschlossen ist für das Stellenangebot (besonders bei Top-Kandidaten oder Engpass-Profilen ist dieses Werben für den Job nicht unwichtig!). Und letztlich soll ja auch jeder Bewerber genau prüfen, ob der Job wirklich genau das ist was er sucht und was er machen möchte. Auch dies hilft in puncto bessere Mitarbeiterauswahl.
Hier kommen fünf Hinweise, die helfen können im Auswahlgespräch eine bessere Candidate Experience zu erzeugen: Zum Rest des Beitrags »
Jobsuche 2013: Erwartungen und Vorgehensweisen von Bewerbern und Recruitern
Verfasst von Christoph Athanas unter Aktuelles, Recruiting am 29. April 2013
Unternehmen bemängeln die
Anzahl und Qualität eingehender Bewerbungen. Gleichzeitig möchte jedes zweite Unternehmen weiter Personal aufbauen. Die aktuelle Studie der Online-Jobbörse Stepstone betrachtet aktuelle Erwartungen von Bewerbern und Recruitern und gleicht deren Vorgehensweisen ab.
Stepstone hat kürzlich erste Ergebnisse seiner Studie “Jobsuche 2013″ veröffentlicht. Die im Herbst 2012 durchgeführte Online-Studie hat rund 20000 Jobsucher und ca. 800 Personaler in acht europäischen Ländern (davon 270 aus Deutschland) befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bekannte Trends, wie den vieldiskutierten Fachkräftemangel, verfestigt haben und, dass der Wettbewerb um gute Talente für Unternehmen vielfach härter wird.
Die in den Ergebnissen zitierten Erwartungen der Bewerber geben gute Orientierungspunkte für Recruiter bzw. Recruitingorganisationen ab. Bspw. bewerben sich die Jobsucher am liebsten via E-Mail und erwartet nach spätestens zwei Wochen eine erste Reaktion auf diese Bewerbung. Erhält der Kandidat gar keine Rückmeldung, hat das Folgen für die Arbeitgebermarke dieses Unternehmens: 79% finden das Unternehmen fortan als unsympathisch und 55% würde sich dort auch zukünftig nicht mehr bewerben. Candidate Experience, die nachhaltig prägt…
Ein weiteres interessantes Detail: Zwar bleiben Online-Jobbörsen der beliebteste Kanal um Stellen auszuschreiben bzw. danach zu suchen. Doch Missverständnisse zwischen Bewerbern und Unternehmen gibt es auch dort. Vor allem hinsichtlich der gewünschten bzw. der real kommunizierten Inhalte in Stellenanzeigen. Während bspw. 74% der Bewerber gern schon in der Stellenanzeige Informationen zum Gehalt hätten, teilen nur 6% der Unternehmen Informationen dazu dort mit. Ähnlich ist es beim Thema Jobsicherheit, wo 72% der Kandidaten gern mehr wüssten, doch nur 15% der Unternehmen dazu eine Aussage treffen. Schließlich interessiert 75% der Jobsuchenden das unmittelbare Arbeitsumfeld (Anbindung, Ausstattung etc.), aber nur knapp die hälfte der Unternehmen (48%) teil in der Stellenausschreibung darüber etwas mit.
Die Studie beschreibt u.a. auch, dass noch 57% der Jobsucher keine sozialen Medien für sich nutzen, wenn es um die Jobsuche geht. Das heißt jedoch im Umkehrschluss, dass es fast die Hälfte, also 43% tun. Und damit sind auch nur die aktiven Personen erfasst. Jobempfehlungen von Freunden und Bekannten finden im privaten Netzwerk statt und macht die oben genannte Zahl unschärfer. D.h. vermutlich sind potentiell noch mehr Personen Jobangeboten via sozialen Medien aufgeschlossen, wenn auch nur passiv…
Nach meiner Auffassung ist Social Media eine wirklich wichtige Komponente im Rahmen einer zukunftsfähigen Recruiting-Strategie. Social Recruiting kann aber nur dann Wirkung entfalten, wenn es richtig und nachhaltig gemacht wird.
Weitere Details zu den Ergebnissen der Studie wird Stepstone vermutlich in naher Zukunft veröffentlichen.
Hier noch die StepStone-Infografik zu einigen key facts (zum Maximieren bitte klicken):
Road to Talent: Candidate Experience im Recruiting erfolgreich organisiert (Infografik)
Verfasst von Christoph Athanas unter Recruiting am 18. April 2013
Was wünschen sich Bewerber von Recruitingprozessen? Welche Erlebenswelt hilft dabei gute Kandidaten an Bord zu bekommen bzw. was hält diese davon ab ein Jobangebot abzulehnen?
Ein geläufiger Begriff für „Erlebenswelt“ ist in diesem Zusammenhang die sog. Candidate Experience. Die US-Firma HireRight (ein Anbieter von pre-employment screening solutions), hat nun verschiedene Erkenntnisse aus Recruiting-Studien in eine hübsche Infografik gepackt und beschreibt unter dem Slogan „Road to Talent“ dabei Do´s und Dont´s im Hinblick auf Einstellungsprozesse und Candidate Experience.
Hier einige der Kernaussagen:
- Stets aktuell: Job-Angebote sollten stets aktuell gehalten werden. Bei Ausschreibungen, die erkennbar älter als 15 Wochen sind, neigen Bewerber dazu die Stelle als unattraktiv wahrzunehmen.
- Immer gut: Wenn eine Online-Bewerbung in nur wenigen Minuten komplettiert werden kann.
- Erschreckend: Bewerber erhalten viel zu wenig Rückmeldungen von Seiten der Organisationen, bei welchen sie ihre Bewerbungen eingesendet haben.
- Wissenswert: 9 von 10 Bewerbern neigen dazu später anderen Personen einen Job im selben Unternehmen zu empfehlen, wenn sie zuvor im eigenen Bewerbungsprozess zuvorkommend und mit persönlichem Touch behandelt wurden.
- Erwähnenswert: 78% aller Bewerber sagen, dass Sie über eine schlechte Recruiting-Erfahrung die sie mit einem Unternehmen gemacht haben mit Freunden und Familienangehörigen sprechen würden. 17% würden dazu auch Social Media Kanäle nutzen.
- Sinnvoll: Eingestellte wie abgelehnte Kandidaten nach Abschluss des Recruitingprozesses zu diesem zu befragen (soweit möglich).
- Bedenkenswert: Unternehmen können durch schlechte Bewerbungsprozesse nicht nur Talente, sondern auch potentielle Kunden verlieren

The Road to Talent – An infographic HireRight
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