Kategorie-Archiv: Employer Branding

Nicht gekommen um zu bleiben? Wechselgründe von New Hires

Bereits im Recruiting liegt ein wesentlicher Schlüssel zur erfolgreichen späteren Mitarbeiterbindung. Arbeitgeber die eine positive Candidate-, Onboarding- und Employee Experience während Recruitingprozess und der ersten Monate der Mitarbeit in der Organisation bieten, können Frühfluktuation massiv reduzieren. Die Candidate Journey Studie liefert entsprechende Einblicke. Hier der Bericht im Verbund mit den häufigsten Wechselmotiven von New Hires und was Arbeitgeber dagegen tun können.

 

Unsere Candidate Journey Studie 2017 (kostenfreier Download über Link) zeigt ein Abbild der Bewerbungs- und Onboardingsituation von neueingestellten Arbeitnehmern in Deutschland. Was wir dabei festgestellt haben sind für die Arbeitgeber in Teilen alarmierende Fakten!
Es geht um die Loyalität von New Hires mit höchstens 12 Monaten Zugehörigkeit beim neuen Arbeitgeber. Konkret bezieht sich das auf die Frage nach der Wechselabsicht bzw. Motivation zur Suche nach der nächsten beruflichen Herausforderung. 44% dieser befragten New Hires (!) antworteten mit „ja“ auf die Frage, ob sie sich bereits wieder nach einem anderen Arbeitgeber umschauen. D.h. bald jeder Zweite ist der Meinung, dass der Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses so unbefriedigend verlaufen ist, dass er oder sie sich gerne den Strapazen der erneuten Jobsuche, des mitunter nervigen Bewerbungsschreibens sowie folgender Auswahlrunden freiwillig aussetzen würde! Eben haben diese Personen noch die vermeintlich passende Arbeitsstelle angetreten und nun stehen sie gedanklich schon wieder vor dem Absprung? Wie kommt es zu dieser für die Arbeitgeber fatalen Einstellung?
Unsere Candidate Journey Studie gibt Aufschluss (alle nachfolgenden Zahlen stammen daraus): Weiterlesen

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Onboarding Experience: Was bei Integration und Bindung neuer Mitarbeiter zählt

cjst_onb-empex-titleErfolgreiches Recruiting geht nahtlos in das Onboading neuer Kolleginnen und Kollegen über. So die Theorie. Was New Hires sich ab dem Moment der Jobzusage wünschen und was sie dann erleben haben wir in der Candidate Journey Studie anhand von 773 erfolgreichen Bewerbergeschichten u.a. untersucht. Die ermittelten Daten deuten auf eine hohe Relevanz für die resultierende Mitarbeiterbindung hin. Hier gibt es wichtige Aussagen über Onboarding und Employee Experience für alle, die über den Tellerrand der reinen Rekrutierung hinaus gucken möchten.

 

Seit Januar 2017 ist unsere brandneue Candidate Journey Studie veröffentlicht. Die in der Zusammenarbeit von meta HR und Stellenanzeigen.de und unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Peter M. Wald ermittelten Ergebnisse sind umfangreich und interessant. Um einzelnen, spannenden Ausschnitten aus der Studie mehr Raum zu geben, stelle ich solche von Zeit zu Zeit hier im Blog vor. Wer die ganze Studie lesen mag, kann sie hier kostenfrei runterladen.

Was für neue Mitarbeiter wichtig ist bzw. als besonders wertvoll empfunden wird
Sobald die Personalauswahl getroffen ist, geht die Candidate Experience in die Employee Experience über. Diese Phase kann man als Onboarding Experience bezeichnen. Es beginnt die Einarbeitung und Integration neuer Mitarbeiter. Logischerweise wünschen sich Arbeitgeber eine möglichst rasche Einbindung in laufende Arbeitsprozesse und neue Angestellte, die nach kurzer Zeit die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Doch was wünschen sich die New Hires im Laufe ihres Onboardings? Welche primären Anforderungen stellen sie an ihre Unternehmen? Weiterlesen

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Was wünschen sich Kandidaten zu Beginn der Jobsuche und im Bewerbungsverfahren?

cxst_14_vs_cjst_17Im Jahr 2014 habe ich gemeinsam mit Prof. Peter M. Wald die erste wissenschaftlich begleitete Candidate Experience Studie in Deutschland vorgelegt. Nun haben wir kürzlich die Candidate Journey Studie veröffentlicht. Gewissermaßen eine Folgestudie. Auch wenn unsere neue Studie einen etwas anderen Blickwinkel einnimmt, gibt es doch einige Aspekte, die sich miteinander vergleichen lassen. Dieser Artikel macht genau dies in einem Ausschnitt (die insgesamt verfügbaren Daten wären weit umfangreicher). Der Blick gilt dabei den Anforderungen von Bewerber/innen in den Phasen der Jobsuche und einem Teil des Bewerbungsprozesses.

 

2014 erschien mit der Candidate Experience Studie die erste große Untersuchung im deutschsprachigen Raum über den Weg vom Kandidaten zum neuen Mitarbeiter. Gemeinsam mit Stellenanzeigen.de sammelten wir die ersten empirischen Daten explizit zu diesem Thema. Bei dieser Pionierarbeit stellte sich heraus, dass erfolgreiche Rekrutierung nicht nur ein technisch-organisatorisch runder Prozess sein sollte, sondern darüber hinaus im Aufbau und im Halten einer Vertrauensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Bewerber besteht. Ein solcher Aufwand zahlt sich aus für Arbeitgeber: Positive Bewerbererlebnisse steigern nachweislich die Zufriedenheit der Kandidaten und erhöhen die Attraktivität der entsprechenden Arbeitgebermarke.

Mit unserer vor kurzem erschienen Candidate Journey Studie haben wir an diese Ergebnisse angeknüpft und in Teilen vergleichbare Daten erhoben. Die aktuelle Untersuchung geht über die reinen Bewerbungsphasen hinaus und folgt dem Kandidaten bis maximal ans Ende seines ersten Jahres beim neuen Arbeitgeber. Somit konnten wir ebenfalls Wirkungen und Übergänge von Candidate zu Employee Experience beobachten bzw. den wichtigen dazwischen liegenden Prozess des Onboardings.

In diesem Artikel will ich einem Vergleich anstellen: Was ist in Sachen Candidate Experience in den letzten drei Jahren passiert? Haben sich die Prioritäten der Bewerber verändert und wenn ja, welche Ansprüche haben Kandidaten heute? Weiterlesen

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Wertschätzung für Praktiker: Der Employer Brand Manager of the Year

logo_ebm_awardFragt man Jahr für Jahr nach den HR-Trends, dann ist Employer Branding stets ein Dauerbrenner. Gut so! Denn Arbeitgebermarkenarbeit ist kein HR-Quicky und nach der Entwicklung einer solchen Marke geht die oft mühsame, tagesgeschäftliche Arbeit erst richtig los. Die DEBA hat nun gemeinsam mit einigen Partnern eine Auszeichnung ins Leben gerufen, welche besondere Protagonisten der Disziplin würdigen und wertschätzen soll: Den Employer Brand Manager of the Year.

 

Genau im Gegensatz zu meinem geschätzten HR-Blogger-Kollegen Robindro Ullah bin ich persönlich kein großer Freund der HR-Awards, sondern eher skeptisch dazu eingestellt. Oft sind mir diese zu beliebig. Allerdings kennt meine Skepsis Ausnahmen. Und diese Ausnahme verbindet meine Sicht mit der von Robindro, nämlich in der Hinsicht, dass wir beide es offenbar sehr schätzen, wenn Preise einzelne Menschen und deren besondere Leistungen würdigen. Diese Form der öffentlichen Wertschätzung finde ich sinnvoll. Ganz nebenbei werden so Erfolgsgeschichten ans Tageslicht geholt und „HR-Helden“ geschaffen, die andere inspirieren können. Das finde ich gut und richtig. Vor allem, wenn es sich dabei um einen Award handelt, der sehr fokussiert auf ein Thema ausgerichtet ist. Das ist der Fall beim Employer Brand Manager of the Year, für den sich übrigens gerade die schöne Kurzform EBMoty einbürgert. Weiterlesen

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Studie zur Candidate Journey: Erfolgreiche Mitarbeiterbindung beginnt im Recruiting

candidate_journey_studie_2017_700x496Nun ist sie da, die Candidate Journey Studie 2017. meta HR und Stellenanzeigen.de veröffentlichen mit dem heutigen Tag die Vollversion der wegweisenden Untersuchung. Die Resultate zeigen einen klaren Zusammenhang von Candidate beziehungsweise Employee Experience und der Gewinnung neuer, loyaler Mitarbeiter.
Eine in der Recruitingphase erzeugte positive Candidate Experience muss entsprechend im Onboarding-Prozess und in der Employee Experience weitergeführt werden. Arbeitgeber zeigen zudem oft Schwierigkeiten passend über ihre Kultur zu kommunizieren und verpassen so große Chancen in der Talentakquise.

 

Unsere Studie, welche ich in Auszügen bereits dem interessierten Fachpublikum auf der letztjährigen „Zukunft Personal“ präsentiert hatte, gibt es ab sofort in der Vollversion zum kostenfreien Download. Weiterlesen

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Blogperlen 2016: Die beliebtesten Artikel aus dem meta HR Blog

blogperlen2016Wieder einmal zum Jahresende lautet das Motto hier: Das Beste zum Schluss – die Blogperlen des Jahres 2016. Es handelt sich um die meistgelesenen und am häufigsten geteilten Beiträge meines Blogs aus dem Jahr 2016.
Ich nutze hiermit auch die Gelegenheit allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen und mich fürs regelmäßige Mitlesen zu bedanken.

 

Das Jahr 2016 war für meta HR und mich persönlich inhaltlich vor allem von zwei Themen geprägt: Zum einen haben wir erfolgreich unseren Cultural Fit Evalueator auf den Markt gebracht. Das webbasierte Werkzeug macht relevante Ausschnitte von Unternehmenskultur messbar und dient u.a. zur Unterstützung im Recruiting, Employer Branding oder zum Kulturfeedback. Damit war das Thema Cultural Fit natürlich für mich hier auch im Blog ein bedeutender Anker. Passend dazu haben wir gemeinsam mit Employour die erste deutschsprachige Studie zum Cultural Fit herausgegeben.
Zum anderen haben wir weiter intensiv mit dem Thema Candidate Experience gearbeitet. Das hat sich hier im Blog etwas weniger niedergeschlagen als in den Vorjahren. Doch das Thema schwingt häufig in andere Bereiche herein, welcher hier angesprochen wurden wie bspw. Stellenanzeigen, Digitalisierung von HR oder Social Media Kampagnen im Rahmen von Personalmarketing und Employer Branding.

Hier sind jene zehn Artikel, die 2016 für am meisten Furore sorgten und die zu Lesen es in jedem Fall lohnt:

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Mutiger Snapchat-Einsatz im Personalmarketing bei Sixt

snapchart-bei-sixt-kim-zachertzSixt ist bekannt für sein mutiges und frisches Produktmarketing. Man hat dort keine Berührungsängste mit digitalen Medien. Da ist es nur logisch, dass bei Sixt auch Employer Branding und Personalmarketing-Aktivitäten der Digitalwelt entsprechend zugewandt sind. Das zeigt sich beim gelungenen Einsatz von Snapchat im Personalmarketing für Azubis & Co. Zu diesem bemerkenswerten Case habe ich ein Hintergrundgespräch mit Kim Zachertz aus dem Sixt HR-Marketing geführt.

 

Snapchat: Wer kennt es noch nicht? Wohl einige, trotz der weltweit über 200 Mio. Nutzer und den hohen Wachstumsraten auch bei den Usern in Deutschland. Snapchat kann man sowohl als einen Messaging-Dienst für Smartphones beschreiben, als auch als eine inhaltefokussiertes, mobiles Social App, bei welcher neben privaten Messages auch sog. Stories öffentlich gemacht werden können, inkl. multimedialer Untermalung, insbesondere in Form von Bildern oder kurzen Videos. Die Besonderheit: Die geposteten Inhalte haben nur eine kurze Halbwertszeit und löschen sich automatisch i.d.R. nach spätestens 24 Stunden. Um die Einführung in Snapchat kurz zu halten gehe ich hier nicht weiter auf die Funktionalitäten ein, empfehle aber dieses tolle Basis-Tutorial zu Snapchat bzw. diesen Grundlagenartikel.

Was Snapchat für das Marketing attraktiv macht ist das Alter der User. Etwa die Hälfte der Snapchat-Nutzer gehört nach Schätzungen der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Auch noch Jüngere schätzen die App. Was verlockend klingt ist gleichzeitig die Herausforderung vor allem im Personalmarketing bzw. Employer Branding. Wie kann man als ARBEITGEBER dort in Erscheinung treten und dennoch authentisch bleiben? Wie kann man sich in einem extrem schnellen Medium mit sich ständig wieder selbstzerstörenden Contents auf Arbeitergeberaspekte oder Jobs hinweisen? Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten und so gib und gab es einige Zwischenrufe, wonach Personaler von Snapchat besser ganz die Finger lassen sollten…

Nun, Sixt hat diese Empfehlungen wohl nicht gehört oder sich die Freiheit genommen diese zu ignorieren: Zum Glück! Bei Sixt meint man laut Kim Zachertz (Foto oben) vom Sixt HR-Marketingteam nämlich: „Snapchat ist Zeitgeist – deal with it!“. Das Herangehen und die Outcomes dieser Mentalität wird nachfolgend ein wenig dargestellt. Ich sehe es als ein gutes Bespiel für eine kreative Digitalstrategie, ohne großen Überbau und im besten Sinne mutig (mein lieber Kollege Jörg Buckmann würde wohl „frechmutig“ dazu sagen).

Ziele vom Sixt HR-Marketing auf Snapchat

Ziele vom Sixt HR-Marketing auf Snapchat

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It´s the Culture, stupid! Wie Cultural Fit Recruitment den Unternehmen hilft erfolgreicher zu sein

it-the-culture-stupidUnternehmenskultur wird immer mehr zum Wettbewerbsfaktor – auch für Arbeitgeber. Dafür braucht es Klarheit über den Cultural Fit, um die passenden „Überzeugungstäter/innen“ zu gewinnen und auszuwählen. Das Cultural Fit Konzept wird sinnvoll gleich an mehreren Stellen im Recruiting und Employer Branding eingesetzt. Die valide Messung erleichtert die Arbeit für Personalabteilungen. Auch HR-Berater/innen können von dem Thema profitieren und eine spezifische Qualifikation erwerben.

 

Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor
Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten sich von ihren Wettbewerbern klar zu differenzieren. Das betrifft nicht nur häufig die hergestellten Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch die Unterscheidbarkeit als Arbeitgeber. Überall ähnliche Benefits: Vom Zuschuss zur ÖPNV-Fahrkarte über die flexiblen Arbeitszeiten, bis hin zu den vor allem bei Start-Ups unvermeidlichen Kickertischen. Schön, wenn es sowas gibt, nur unterscheidbar und nachhaltig attraktiv wird man als Arbeitgeber damit kaum werden. Wer meint hiermit und im Verbund mit ein paar der üblichen verdächtigen Slogans („Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt…“) Employer Branding zu betrieben, fehlt gewaltig. Während die Hard Facts wie Gehälter und Benefits von Wettbewerbern am Talentmarkt leicht kopiert werden können, sind diese Faktoren nicht einmal die wichtigsten Argumente wenn es um Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit geht. Die emotionalen Angebote eines Arbeitgebers wiegen deutlich schwerer. Emotionale Angebote? Genau: Mission, Vision und Kultur. Diese Faktoren gewinnen und binden die echten Überzeugungstäter/innen! Besonders dem Aspekt Unternehmenskultur kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu. So könnte man in Anlehnung an Bill Clintons einstiges Wahlkampfmotto ausrufen: „It´s the Culture, stupid!“
Verstanden haben dies offenbar mittlerweile zahlreiche Personen aus dem strategischen Management. So gaben in der Deloitte Studie Global Human Capital Trends 2016 rund 82% der befragten C-Level-Vertreter an, dass Unternehmenskultur für sie ein potenzieller Wettbewerbsvorteil ihres Unternehmens sei. Gleichzeitig meinten aber nur 12% ihre aktuelle Unternehmenskultur wäre bereits so wie diese ist passend. Oh, Kulturwandel, ich hör dir trappsen… Weiterlesen

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Bewerbungsprozesse legen Grundstein für die Mitarbeiterbindung – zentrale Ergebnisse der neuen Candidate Journey Studie

Teaser-Summary-CJ-Studie-2016Das Erleben von Rekrutierungsprozessen durch die Kandidaten, die sog. Candidate Experience, hat große Einflüsse auf Recruitingerfolg und Arbeitgebermarke. Diesen Nachweis erbrachten Prof. Peter M. Wald und ich 2014 mit unser Pionierstudie zu diesem Thema. Nun haben wir „nachgelegt“: meta HR und stellenanzeigen.de präsentieren die brandneue „Candidate Journey Studie“, für welche Prof. Wald und ich abermals reale Bewerbergeschichten untersucht haben. Diesmal haben wir den Weg der Bewerber von der ersten Jobrecherche über den Einstellungsprozess, bis hin zur Integration der New Hires in die Unternehmen betrachtet. Erneut können wir mit spannenden Daten aufwarten. Hier erste Insights und die Ankündigung für die Live-Vorstellung auf der Messe Zukunft Personal.

 

Ups, they did it again! Die meta HR Unternehmensberatung und die bekannte Online-Jobbörse stellenanzeigen.de haben 773 Personen befragt, welche innerhalb der letzten drei Jahre erfolgreich einen neuen Job aufgenommen haben. Dabei wurde deren Weg von der Orientierung über neue Arbeitgeber und deren Jobangebote, bis hin zur Einarbeitung und Integration in die neue Organisation detailliert nachvollzogen: Die Candidate Journey.
Wir Studienautoren, d.h. Prof. Peter M. Wald (HTWK Leipzig) und ich, haben uns bei dieser Studie darauf konzentriert erfolgreiche Bewerbungsprozesse zu untersuchen. Wir wollten wissen, wie konsistent bspw. die gebotene Candidate Experience und die spätere Employee Experience sind. Machen Unternehmen vielleicht nur „Show“ bei dem Kampf um die Talente, interessieren sich dann aber nach Vertragsabschluss nicht mehr für die neuen Mitarbeiter/innen? Wir haben hinterfragt, welche Zusammenhänge es möglichweise gibt zwischen dem loyalen, also nicht erneut wechselwilligen Mitarbeiter und der von diesen zuvor im Recruitingsprozess genutzten Informationen oder der Qualität der erlebten Kandidatenerfahrung. Wie gut gelingt es Unternehmen sich authentisch darzustellen gegenüber Bewerbern und wie kandidatenorientiert sind die gebotenen Bewerbungsprozesse. Dies und vieles mehr haben wir untersucht.

Die Ergebnisse sind sehr spannend. Nicht nur, dass sich bereits in der Candidate Experience Studie 2014 aufgezeigte Trends verstärken (z.B. Akzeptanz von One-Klick-Bewerbung), nein, auch neue, andere Einblicke sind uns gelungen, da wir diesmal die gesamte Reise der Kandidaten bis hin zum Status als eingearbeitete Mitarbeiter/innen nachvollzogen haben. Daher lautet der komplette Titel der Untersuchung auch: Candidate Journey Studie 2016: Vom passenden Kandidaten zum loyalen Mitarbeiter.

Vorstellung wichtiger Ergebnisse auf der Zukunft Personal
Auf der Messe Zukunft Personal in Köln werde ich am Stand von stellenanzeigen.de exklusiv die Top-Facts aus der gemeinsam durchgeführten Candidate Journey Studie vorstellen und aus meiner Sicht kommentieren. Das tiefe Verständnis der Zusammenhänge in Recruiting- und Onboarding-Prozessen soll und wird dazu beitragen, die Motivation neuer Mitarbeiter zu erhöhen und die Personalbeschaffung insgesamt effizienter zu gestalten.
Am Stand von stellenanzeigen.de (Halle 3.1, Stand H12) spreche ich dazu:
Am Dienstag, den 18. Oktober 2016 von 16:30 – 17 Uhr und
am Mittwoch, den 19.Oktober 2016 von 14:30 – 15 Uhr.

Im Nachgang der Vorträge werde ich am Stand bei den Kollegen von stellenanzeigen.de auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Auszüge aus den Top-Facts
Eine positive Candidate Experience ist wichtiger Ausgangspunkt für eine gelungene spätere Mitarbeiterbindung. Dazu muss eine entsprechend positiv erlebte Kandidatenerfahrung in gezieltes Onboarding und mitarbeiterzentrierte Integration in die Organisation übergehen. Einzelne Ergebnisse lauten:

  • 4 von 10 New Hires sind von ihren neuen Arbeitgebern enttäuscht: Arbeitgeber verpassen es häufig, noch während des Bewerbungsprozesses den Grundstein für die spätere Loyalität der neuen Mitarbeiter zu legen. Ursachen dafür sind, dass die erlebte Candidate Experience häufig nur mäßig war oder das Onboarding schlecht organisiert wurde.
  • Simplifizierung von Bewerbungsprozessen wird dringend benötigt: Bewerbungen einfach machen und Hürden zwischen Kandidaten und Arbeitgebern abbauen, ist das Gebot der Stunde. Egal ob One-Klick-Bewerbung, der Verzicht auf Bewerbungsanschreiben oder eine durchgängige Mobile-Convenience für Bewerbungsvorgänge – allen voran die jüngeren Jobsucher bevorzugen bzw. erwarten einfache Bewerbungsprozesse.
  • Verbesserungswürdige Selbstdarstellung in Sachen Unternehmenskultur: Nur rund 40% der Arbeitgeber gelingt es, vor und während der Bewerbungsprozesse die eigene Kultur passend zu vermitteln. In 25 % der Fälle wird die Kultur nach Jobantritt als besser erlebt, aber ein Drittel der Studienteilnehmer hat diese schlechter erlebt als erwartet.
  • Bewerbungsprozesse sollten von Bewerbungseingang bis zur Zusage maximal sechs Wochen dauern: Die Candidate Experience leidet, sofern Bewerbungsverfahren längere Zeit benötigen.

Hier noch ein paar interessante, auffällige Zahlen aus der Studie.

Zahlen aus der Candidate Journey Studie 2016 von meta HR/ stellenanzeige.de

Zahlen aus der Candidate Journey Studie 2016 von meta HR/ stellenanzeige.de

Download der Summary – viel, viel mehr Ergebnisse folgen noch
Wie gesagt, dies ist nur ein Auszug, d.h. ein erster Überblick. Die Summary zur Studie kann hier bei den Kollegen von stellenanzeigen.de kostenfrei heruntergeladen werden.

Die Vollversion der Studie mit 100x mehr Insights wird voraussichtlich Anfang November folgen. Soviel ist klar: Wir werden Recruitingprozesse im Sinne voller Kandidatenorientierung neu denken müssen. Candidate Experience und Employee Experience sind prägenden Einflüsse auf Erfolg im Personalmanagement, insbesondere im Recruiting. Über die kommenden, weiteren Ergebnisse werde ich hier im Blog berichten. Wer Fragen hat, kann jederzeit gern mit mir in Kontakt treten.
Wer professionell wissen möchte, wie das Recruitingangebot des eigenen Unternehmens aufgestellt ist, kann sich unseren Recruiting Expertenblick ansehen. Dort geben wir aus professioneller Sicht und vor dem Hintergrund und den Benchmarks unserer Studien Rückmeldung für Recruitingteams, die Candidate Experience verbessern und ihren Erfolg steigern wollen.

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Lost & Found 26: Ausgewählte Links für HR-Profis

lost-found-vol26Trotz nahender Hauptferienzeit gibt es viele interessante Artikel im digitalen HR-Kosmos. Wie üblich stelle ich hier in „Lost & Found“ einige Aktuelle davon kurz vor und lade zum Weiterlesen ein.

 

In Ausgabe 26 dieser Serie geht es u.a. um die Trend-Apps Pokemon Go und Snapchat, einen Chef, der allen seinen Angestellten 70000 Dollar Mindestlohn zahlt, den Einstieg in People Analytics und einiges mehr.

Klare Leseempfehlung für die folgenden fünf aktuellen HR-Links: Weiterlesen

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