Arbeitgeberattraktivität: Sicherheit ist wieder Trumpf

Seit die Coronakrise weltweit zu wirtschaftlichen Verwerfungen geführt hat, weht von Seiten der Makroökonomie wieder ein schärferer Wind. Noch sind viele staatliche Hilfen und Ausnahmeregelungen in Kraft, welche diese Verwerfungen abfedern. Doch die Einschläge kommen näher: Inflation, Insolenzen und Schulden sind Probleme, die näher kommen. Arbeitnehmer und Jobsucher bemerken dies und schätzen das Thema Sicherheit wieder höher ein.

Insbesondere diejenigen Berufsprofile, welche nicht unter „Fachkräftemangel“ fallen, sehen härteren Zeiten entgegen. Clevere Arbeitgeber nutzen diese Entwicklung und setzen das Thema „Sicherheit“ wieder mehr ins Zentrum ihrer Kommunikation am Talentmarkt. In meiner HR Total Video-Kolumne „Auf Eytsch Arr“ greife ich das Thema auf.

Meine Kolumne aus der letzten HR Total-Show (powered by Stellenanzeigen.de) ist hier zu sehen:

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Ein paar Hintergründe zum Thema (Arbeitsplatz-)Sicherheit und Makroökonomie:
Die Arbeitgeberattraktivität setzt sich aus diversen Eigenschaften und Angeboten des Arbeitgebers zusammen. Auch wenn unterschiedliche Zielgruppen die Attraktivität einzelner Aspekte unterschiedlich beurteilen, gibt es immer wieder gewisse Moden und zeitgeistige Erscheinungen, denen viele Arbeitgeber mehr oder weniger versuchen zu entsprechen. Diese Trends müssen nicht schlecht oder falsch sein. Allerdings treten Aspekte wie z.B. „agiles Arbeiten“ schnell in die zweite Reihe, wenn´s ans eingemachte geht: An Geld und Existenz.
Viele Arbeitnehmer entnehmen zuletzt immer öfter den Medien, dass die Inflation anzieht.
Hier z.B.:

Was die Inflation auch schon bei kleinen Werten mit unserer Kaufkraft macht ist heftig. Diese Beispielkalkulation zeigt das:

Die Immobilienpreise machen schon länger keinen Halt mehr im einstelligen Bereich:

In solch einem Umfeld möchte niemand seinen Job verlieren bzw. besser einen Job haben der ordentlich bezahlt. Diese Entwicklung der Wieder-Aufwertung des Themas deutete sich schon im vergangenen Jahr an. Bereits in der Stepstone-Identifire-Studie vom Juni 2020 war der Aspekt „Sicherheit des Arbeitsplatzes“ mit Top-Bedeutung für 58% der Befragten auf Platz eins.

Insofern gilt: Die elementare (Job-)Sicherheit ist ein vielleicht von der Story her etwas langweiliger, aber in seiner Bedeutung unschätzbarer Aspekt der Arbeitgeberattraktivität. Clevere Arbeitgeber überlegen daher wieder sie im Rahmen ihrer Personalkommunikation und ihres Employer Brandings die Sicherheit, die sie bieten, passend präsentieren können. Kein fancy neuer Gedanke und vielleicht nicht Award-verdächtig, aber bestimmt wichtig und richtig.

 

Ein Gedanke zu „Arbeitgeberattraktivität: Sicherheit ist wieder Trumpf

  1. Julia Fachinger

    Lieber Christoph,

    toller Beitrag Dankeschön. Wir coachen aktuell sehr viele Menschen, die genau in dieser Situation stecken. Sie sind verunsichert!

    Die Unternehmen nutzen Corona als Chance überfällige Entlassungen zu forcieren. Es herrscht eine gewisse „Weltuntergangsstimmung“ in den Führungsetagen. Vorstände sind noch in Schock-Zustand. „Wie konnte es uns nur so hart treffen?“ Ausbaden müssen jedoch die schlechte Vorbereitung die Mitarbeiter, die Häuser abzuzahlen haben, die Familien versorgen müssen.

    Mit großer Macht, kommt auch große Verantwortung, das ist aber bei vielen Unternehmern nicht angekommen. Danke für den WAKE UP CALL!

    Grüße,
    Julia Fachinger
    Ihr Coaching Institut

    Seit die Coronakrise weltweit zu wirtschaftlichen Verwerfungen geführt hat, weht von Seiten der Makroökonomie wieder ein schärferer Wind. Noch sind viele staatliche Hilfen und Ausnahmeregelungen in Kraft, welche diese Verwerfungen abfedern. Doch die Einschläge kommen näher: Inflation, Insolenzen und Schulden sind Probleme, die näher kommen. Arbeitnehmer und Jobsucher bemerken dies und schätzen das Thema Sicherheit wieder höher ein.

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