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Bewerbungsprozesse legen Grundstein für die Mitarbeiterbindung – zentrale Ergebnisse der neuen Candidate Journey Studie

Teaser-Summary-CJ-Studie-2016Das Erleben von Rekrutierungsprozessen durch die Kandidaten, die sog. Candidate Experience, hat große Einflüsse auf Recruitingerfolg und Arbeitgebermarke. Diesen Nachweis erbrachten Prof. Peter M. Wald und ich 2014 mit unser Pionierstudie zu diesem Thema. Nun haben wir „nachgelegt“: meta HR und stellenanzeigen.de präsentieren die brandneue „Candidate Journey Studie“, für welche Prof. Wald und ich abermals reale Bewerbergeschichten untersucht haben. Diesmal haben wir den Weg der Bewerber von der ersten Jobrecherche über den Einstellungsprozess, bis hin zur Integration der New Hires in die Unternehmen betrachtet. Erneut können wir mit spannenden Daten aufwarten. Hier erste Insights und die Ankündigung für die Live-Vorstellung auf der Messe Zukunft Personal.

 

Ups, they did it again! Die meta HR Unternehmensberatung und die bekannte Online-Jobbörse stellenanzeigen.de haben 773 Personen befragt, welche innerhalb der letzten drei Jahre erfolgreich einen neuen Job aufgenommen haben. Dabei wurde deren Weg von der Orientierung über neue Arbeitgeber und deren Jobangebote, bis hin zur Einarbeitung und Integration in die neue Organisation detailliert nachvollzogen: Die Candidate Journey.
Wir Studienautoren, d.h. Prof. Peter M. Wald (HTWK Leipzig) und ich, haben uns bei dieser Studie darauf konzentriert erfolgreiche Bewerbungsprozesse zu untersuchen. Wir wollten wissen, wie konsistent bspw. die gebotene Candidate Experience und die spätere Employee Experience sind. Machen Unternehmen vielleicht nur „Show“ bei dem Kampf um die Talente, interessieren sich dann aber nach Vertragsabschluss nicht mehr für die neuen Mitarbeiter/innen? Wir haben hinterfragt, welche Zusammenhänge es möglichweise gibt zwischen dem loyalen, also nicht erneut wechselwilligen Mitarbeiter und der von diesen zuvor im Recruitingsprozess genutzten Informationen oder der Qualität der erlebten Kandidatenerfahrung. Wie gut gelingt es Unternehmen sich authentisch darzustellen gegenüber Bewerbern und wie kandidatenorientiert sind die gebotenen Bewerbungsprozesse. Dies und vieles mehr haben wir untersucht.

Die Ergebnisse sind sehr spannend. Nicht nur, dass sich bereits in der Candidate Experience Studie 2014 aufgezeigte Trends verstärken (z.B. Akzeptanz von One-Klick-Bewerbung), nein, auch neue, andere Einblicke sind uns gelungen, da wir diesmal die gesamte Reise der Kandidaten bis hin zum Status als eingearbeitete Mitarbeiter/innen nachvollzogen haben. Daher lautet der komplette Titel der Untersuchung auch: Candidate Journey Studie 2016: Vom passenden Kandidaten zum loyalen Mitarbeiter.

Vorstellung wichtiger Ergebnisse auf der Zukunft Personal
Auf der Messe Zukunft Personal in Köln werde ich am Stand von stellenanzeigen.de exklusiv die Top-Facts aus der gemeinsam durchgeführten Candidate Journey Studie vorstellen und aus meiner Sicht kommentieren. Das tiefe Verständnis der Zusammenhänge in Recruiting- und Onboarding-Prozessen soll und wird dazu beitragen, die Motivation neuer Mitarbeiter zu erhöhen und die Personalbeschaffung insgesamt effizienter zu gestalten.
Am Stand von stellenanzeigen.de (Halle 3.1, Stand H12) spreche ich dazu:
Am Dienstag, den 18. Oktober 2016 von 16:30 – 17 Uhr und
am Mittwoch, den 19.Oktober 2016 von 14:30 – 15 Uhr.

Im Nachgang der Vorträge werde ich am Stand bei den Kollegen von stellenanzeigen.de auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Auszüge aus den Top-Facts
Eine positive Candidate Experience ist wichtiger Ausgangspunkt für eine gelungene spätere Mitarbeiterbindung. Dazu muss eine entsprechend positiv erlebte Kandidatenerfahrung in gezieltes Onboarding und mitarbeiterzentrierte Integration in die Organisation übergehen. Einzelne Ergebnisse lauten:

  • 4 von 10 New Hires sind von ihren neuen Arbeitgebern enttäuscht: Arbeitgeber verpassen es häufig, noch während des Bewerbungsprozesses den Grundstein für die spätere Loyalität der neuen Mitarbeiter zu legen. Ursachen dafür sind, dass die erlebte Candidate Experience häufig nur mäßig war oder das Onboarding schlecht organisiert wurde.
  • Simplifizierung von Bewerbungsprozessen wird dringend benötigt: Bewerbungen einfach machen und Hürden zwischen Kandidaten und Arbeitgebern abbauen, ist das Gebot der Stunde. Egal ob One-Klick-Bewerbung, der Verzicht auf Bewerbungsanschreiben oder eine durchgängige Mobile-Convenience für Bewerbungsvorgänge – allen voran die jüngeren Jobsucher bevorzugen bzw. erwarten einfache Bewerbungsprozesse.
  • Verbesserungswürdige Selbstdarstellung in Sachen Unternehmenskultur: Nur rund 40% der Arbeitgeber gelingt es, vor und während der Bewerbungsprozesse die eigene Kultur passend zu vermitteln. In 25 % der Fälle wird die Kultur nach Jobantritt als besser erlebt, aber ein Drittel der Studienteilnehmer hat diese schlechter erlebt als erwartet.
  • Bewerbungsprozesse sollten von Bewerbungseingang bis zur Zusage maximal sechs Wochen dauern: Die Candidate Experience leidet, sofern Bewerbungsverfahren längere Zeit benötigen.

Hier noch ein paar interessante, auffällige Zahlen aus der Studie.

Zahlen aus der Candidate Journey Studie 2016 von meta HR/ stellenanzeige.de

Zahlen aus der Candidate Journey Studie 2016 von meta HR/ stellenanzeige.de

Download der Summary – viel, viel mehr Ergebnisse folgen noch
Wie gesagt, dies ist nur ein Auszug, d.h. ein erster Überblick. Die Summary zur Studie kann hier bei den Kollegen von stellenanzeigen.de kostenfrei heruntergeladen werden.

Die Vollversion der Studie mit 100x mehr Insights wird voraussichtlich Anfang November folgen. Soviel ist klar: Wir werden Recruitingprozesse im Sinne voller Kandidatenorientierung neu denken müssen. Candidate Experience und Employee Experience sind prägenden Einflüsse auf Erfolg im Personalmanagement, insbesondere im Recruiting. Über die kommenden, weiteren Ergebnisse werde ich hier im Blog berichten. Wer Fragen hat, kann jederzeit gern mit mir in Kontakt treten.
Wer professionell wissen möchte, wie das Recruitingangebot des eigenen Unternehmens aufgestellt ist, kann sich unseren Recruiting Expertenblick ansehen. Dort geben wir aus professioneller Sicht und vor dem Hintergrund und den Benchmarks unserer Studien Rückmeldung für Recruitingteams, die Candidate Experience verbessern und ihren Erfolg steigern wollen.

HR BarCamp 2016: HR und der lange Weg zum Rockstar

HA-BC16-377smDas HR BarCamp Camp feierte am 25./26.02. in Berlin seinen fünften Geburtstag. In der HR-Szene längst etabliert, zeigt sich das Trendevent immer noch frisch und inhaltlich anregend. Rund 200 Teilnehmer diskutierten zwei Tage über HR- und Recruiting-Trends, vor allem aber nahm HR dabei Bezug auf sich selbst. Das ist wichtig, doch der lohnende Weg zum HR-Rockstar ist oft noch lang. Hier mein persönlicher Rückblick aus der Perspektive des Organisators.

 

Wenn sich jemand im HR- und speziell im Recruiting-Umfeld für innovative Ansätze und Gedanken interessiert, hat das HR BarCamp seit 2012 jedes Jahr ziemlich was zu bieten. Wenn man dazu noch Lust hat diejenigen innovativen Vordenker in Person zu treffen und in locker-freundschaftlicher Atmosphäre mitzudiskutieren, dann umso mehr.
Seit Jannis Tsalikis und ich vor fünf Jahren mit diesem Eventformat begannen war es stets unser Anspruch ein offenes und zugängliches Dialogforum zu erschaffen. Dies galt und gilt sowohl für inhaltliches Mitmachen, wie auch für die Menschen auf den HR BarCamps selbst. Das bedeutet, dass die in den letzten Jahren rund um die Events stetig gewachsene Community sich als durchlässig und immer erweiterungsfähig verstehen soll. Das Community-Empfinden drückt sich in dem geflügelten Wort vom „HR-Klassentreffen“ im Zusammenhang mit den HRBC-Events aus. Das wunderbare dabei ist allerdings, dass jeder Teil dieser Gemeinschaft werden kann. Die Community ist also alles andere als eine Verbindung von wenigen verschworenen HR-Innovations-Freaks, sondern ein offener Zirkel von Menschen mit Bezug zu HR und einem „open mindset“. Genau dieses Erleben bestätigten mir mehrere erstmalige Teilnehmer auf dem diesjährigen Event. Übrigens waren gut ein Viertel bis zu einem Drittel neu dabei. Das sind gute Nachrichten. So helfen wir ein kleines wenig mit die HR-Szene voran zu bringen ;-)

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Trendevent: HR BarCamp wird fünf!

5-Jahre-hrbcAm 25. und 26.02.2016 findet das nächste HR BarCamp in Berlin statt. Damit gibt es das HR-Event nun schon im fünften Jahr. Seine Prinzipien von Dialogorientierung und demokratischer Selbstorganisation sind nach wie vor gefragt. Abermals war das mittlerweile auf fast 200 Teilnehmer angewachsene und zum HR-Kult-Event avancierte Camp binnen von Minuten ausverkauft. In diesem Beitrag stelle ich einen kleinen Rückblick an, danke einigen HRBC-Supportern und zeige auf, was es Neues gibt im 2016er HR BarCamp.

 

HR BarCamp: Wie alles begann und wohin es führte
Im Jahr 2012 trafen sich auf Anregung von Jannis Tsalikis und mir ca. 100 Personen aus der deutschen HR-Szene zu einem völlig neuen, bis dato unbekannten Eventformat, dem HR BarCamp. Es war damals nicht ansatzweise absehbar, was daraus werden sollte. Jannis und ich erwarteten nicht mehr als etwas Austausch mit netten, kompetenten Leuten, ein wenig Spaß dabei und ein mittelmäßiges Chaos bei der Umsetzung des Vorhabens. Wohl auch dank unserer griechischen Wurzeln verursachte der Gedanke an etwas Durcheinander bei Jannis und mir keine größeren Sorgen. Also machten wir das erste HR BarCamp mit nicht viel mehr als einem Mini-Sponsoring der Firmen softgarden und Stellenanzeigen.de. Das Gesamtbudget dieses ersten Events betrug keine 9000 Euro und wir waren ganz knapp kostendeckend. Doch was uns wirklich überraschte war die enorm positive Resonanz auf das Event. Nicht nur, dass das Prinzip der weitgehenden Selbstorganisation auf dem Event perfekt ankam und kein organisatorisches Chaos ausbracht, nein, es waren vor allem die allseits hervorragenden Emotionen, welche dieses Event weckte. Obwohl doch die Ideen von Mitmachen, Selbermachen und Dialog auf Augenhöhe recht simpel klingen, hatten sie die große Kraft alle Teilnehmer zu begeistern. Weiterlesen

Blogperlen 2015: Die besten meta HR Artikel auf einen Blick

blogperlen2015Zum Schluss das Beste: Zum Jahresende präsentiere ich hier die Liste mit den besten Artikeln dieses Blogs. Es sind die meistgelesenen und am meisten geteilten Beiträge meines Blogs aus 2015.
Ich wünsche gleichzeitig allen Leserinnen und Lesern schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mein Dank gilt allen, die dieses Blog gelesen haben, vor allem jenen, die hier regelmäßig mitlesen. Merci, bleibt stark :-)

Auch das Jahr 2015 empfand ich aus HR- und besonders aus Recruiting-Sicht als ein spannendes Jahr. Dabei sah ich wenig völlig Neues, aber viele wichtige Impulse haben sich m.M.n. verstärkt bzw. Themen haben sich das nötige Gehör verschafft. Candidate Experience oder Mobile Recruiting waren solche Themen. Hinzu kam eine Menge Diskussionen und Fragen rund um die sog. digitale Transformation von HR. Zwar ist das Thema für meine Begriffe absolut wichtig, aber ich fand viele Beiträge dazu arg vage und bisweilen ohne Struktur oder beliebig. Unter anderem aus diesem Grund hielt ich mich hierzu weitgehend zurück. Inhaltlich lag mein persönlicher Schwerpunkt 2015 ganz klar auf Candidate Experience. Weiterlesen

HR BarCamp goes DACH, next stop: Wien!

HRBC15_AT_580x156Mehr HR BarCamp?! Endlich heißt es: Ja, gern. Das HR BarCamp, seit 2012 das erfolgreiche, nicht-kommerzielle HR-Trendevent in Berlin, wird nun zur DACH-Marke. Das nächste HR BarCamp findet am 01.-02. Oktober in Wien statt. Das engagierte Team von whatchado macht´s möglich. Jannis und ich supporten vor Ort und moderieren das Event zusammen mit Jubin Honarfar. Hier kommt ein kleiner HRBC-Rückblick und ein großer Ausblick aufs erste HRBC in Österreich!

 

Seit das erste HR BarCamp im Jahr 2012 das Licht der Welt erblickte, wächst das Event und die Idee dahinter. Wir haben ein nicht-kommerzielles und basisdemokratisches Veranstaltungsformat für HR-Trends geschaffen. Der Spirit der Veranstaltung ist geprägt durch allseitige Zugänglichkeit der Teilnehmer/innen und einer stets präsenten Prise (Selbst-)Humor bei gleichzeitiger fachlich-inhaltlicher Exzellenz. Ich denke Jannis Tsalikis und ich können wirklich sagen, dass wir mit den HR BarCamps seit 2012 die HR-Event-Szene etwas aufgemischt und definitiv aufgefrischt haben! Weiterlesen

HR BarCamp 2015: Der Anti-Wichtigtuer-HR-Event bringt Kompetenz, Spaß und Leute zusammen

IMG_2328Alles zum HR BarCamp, welches zum insgesamt vierten Mal erfolgreich in Berlin stattgefunden hat. Seit 2012 hat das HR-Event der besonderen Art für inhaltliche Impulse gesorgt, Trends diskutiert und viele, viele Menschen zusammen gebracht. Auch im Jahr 2015 ist die Veranstaltung leicht gewachsen und hat nun knapp über 160 Personen erreicht. Mit insgesamt 28 Themen, welche die Teilnehmer vor Ort aus zunächst 33 Vorschlägen auswählten, wurden zwei Tage BarCamp bestritten. Besonderes und neues Highlight war dieses Jahr der Programmpunkt am Abend, die „HR Fight Night“.

 

Es ist wie immer wenn das nicht-kommerzielle HR BarCamp stattfindet: Ohne Sponsoren kein BarCamp. Dieser Fakt kann gar nicht oft genug betont werden. Stellenanzeigen.de zum Beispiel, die 2015 wieder dabei waren. Sie hatten unser Projekt schon 2012 unterstützten, als ein HR BarCamp noch ein sehr unsicherer Testballon war. Der Dank gilt auch Employour. Das Unternehmen steht bspw. hinter dem erfolgreichen Portal ausbildung.de. Nach ihrem Engagement im letzten Jahr hatten wir sie erneut als Sponsor an Bord. Dazu Prospective und Whatchado, zwei innovative Unternehmen, die unser Sponsorenteam internationalisieren und die die HR BarCamp Idee bereits vollständig aufgesaugt hatten. Mit diesen vier glaubwürdigen Sponsoren im Rücken konnten die „Spiele“ beginnen. Hier mein Bericht, der logischerweise vor allem aus Perspektive des Organisators verfasst ist. Weiterlesen

Candidate Experience Studie von meta HR und Stellenanzeigen.de ist da

Candidate Experiene Studie 2014

Candidate Experience steht für ein konsequent bewerberorientiertes Konzept im Recruitment. Das macht Sinn, denn die meisten Bewerber wollen heute auf Augenhöhe mit den potenziellen Arbeitgebern sein.
Daher wurde es Zeit genau zu hinterfragen, was positive oder negative Bewerbererfahrungen verursacht und wie die Auswirkung auf die Arbeitgebermarken ausfallen. Die neue Studie von meta HR und Stellenanzeigen.de tut das.

 

Der Weg der Bewerber von der ersten Orientierung über das Unternehmen als Arbeitgeber bis hin zur Einstellungsentscheidung und die dabei gemachten Erfahrungen mit der Arbeitgebermarke werden als „Candidate Experience“ (Kandidatenerfahrung) bezeichnet. Was sich zunächst vielleicht nach Soft-Faktor anhören mag, entpuppt sich als Hard-Fact im Wettbewerb der Arbeitgeber um die Talente!

Candidate Experience muss ernst genommen werden
Candidate Experience ist keine Erfindung von Journalisten oder Beratern. Die Erfahrungen von Bewerbern sind real und sie sind die Basis für Auf- oder Abwertungen einzelner Arbeitgeber in der Wahrnehmung von Menschen. Bewerber kommunizieren über ihre Rekrutierungserfahrungen und können so zu Markenbotschaftern werden oder zur negativen Referenz. Empfindungen und Erwartungen im Verlauf von Bewerbungsprozessen lassen Kandidaten entscheiden, ob eine Bewerbung aufrecht gehalten oder zurückgezogen wird. Bewerber wollen heute nicht verwaltet sondern auf Augenhöhe angesprochen werden. Der Handlungsbedarf für viele Unternehmen dürfte hierbei hoch sein.

Die Studie will für mehr Klarheit in Sachen CandEx sorgen
Wie erleben Bewerber die Rekrutierungsprozesse der Unternehmen? Was genau kennzeichnet eine positive Bewerbungserfahrung? Welche Faktoren tragen zur Erfahrungsmixtur einer Bewerbung bei? Solchen und ähnlichen Fragen geht unsere Candidate Experience Studie nach. Gemeinsam mit der Online-Jobbörse Stellenanzeigen.de und mit der Unterstützung durch Prof. Peter M. Wald (HTWK Leipzig) in Form der wissenschaftlichen Begleitung und Co-Autorenschaft haben wir die Materie phänomenologisch untersucht.
Wir benennen drei Dimensionen, in welche sich Einflussfaktoren für eine positive oder negative Candidate Experience gliedern lassen. Wir zeigen entlang der Bewerberreise, der sog. Candidate Journey, auf, welche Aspekte Bedeutung haben und was Bewerber wünschen. Schließlich können wir andeuten, wie sich die gemachten Kandidatenerfahrungen auf das Arbeitgeberimage niederschlagen. Alles unterlegt mit Zahlen und Daten aus 1379 untersuchten einzelnen Bewerbungserlebnissen. Hierin liegt das Besondere diese Studie: Während andere, ähnlich gelagerte Untersuchungen bisher in der Regel nur generalisierte Bewerbererwartungen abfragen, können wir konkrete Erfolgs- und Misserfolgsstrategien echter Bewerbungsvorgänge aus Sicht der Kandidaten nachvollziehen. Auf dieser Basis sprechen wir am Ende unsere Studie Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber aus.

Wichtigste Erkenntnisse
Interessante Zahlen finden sich in der Studie sehr viele. Besonderer Bedeutung kommt nach unserer Meinung jedoch ein über einzelnen Fakten stehendes Verständnis für das Thema zu. Nämlich dem Verständnis, dass erfolgreiche Rekrutierung nicht nur ein technisch-organisatorisch runder Prozess sein soll, sondern im Aufbau und im Halten einer Vertrauensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Bewerber besteht. Dies kann durchaus als die Rezeptur für eine positive Candidate Experience beschrieben werden. Dabei spielt das Auftreten der Unternehmensvertreter eine herausragende Rolle. Wird es als positiv, also als individuell, wertschätzend und atmosphärisch angenehm erlebt, so steigt die Chance auf eine positive Gesamtbewertung der Bewerbererfahrung. Im Umkehrschluss ist aber fast keine positive Candidate Experience möglich, ohne ein entsprechendes Verhalten der Recruiter, Hiring Manager und sonstiger Unternehmensvertreter an den Bewerberkontaktpunkten. Damit ist klar: Candidate Experience ist mindestens genauso viel ein Kultur- und Verhaltensthema, wie eine technisch-organisatorische Herausforderung.

CandExSt2014_Auftreten_Unternehmensvertreter .

Die Bewertung des Auftretens der Unternehmensvertreter beeinflusst das Urteil über die finale Candidate Experience stark (Grafik oben). Ein zügig durchgeführter Bewerbungsprozess ist ebenfalls von Bedeutung. In der Tendenz baut die Beurteilung des Bewertungsvorgangs mit zunehmender Dauer deutlich ab (Grafik unten). Im Zweifel sind Bewerber jedoch durchaus bereit etwas Geduld zu haben. Voraussetzung dafür ist allerdings eine integere und verlässliche Umsetzung von angekündigten Schritten seitens der Unternehmen. Also: Walk the talk!

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Auswirkungen: Machtvolle Candidate Experience
Als Arbeitgeber die Bewerbererfahrung bewusst positiv zu gestalten ist in jedem Fall sinnvoll. Nicht nur, dass rund 80%aller Bewerber angeben über ihre Kandidatenerfahrungen mit Freunden und Bekannten zu sprechen, nein, die positive Erfahrung schützt bzw. wertet auch das Unternehmensimage auf und ermöglicht eine Talent Relation selbst wenn die Erstbewerbung nicht erfolgreich verlief. Im positiven Fall nämlich kommt es selbst bei einer Absage nicht zu einem grundsätzlichen Vertrauensverlust. Im Gegenteil: Die meisten Kandidaten (83,9%), die ihre Bewerbungserfahrung mit einem Unternehmen trotz erhaltener Absage als positiv bezeichnen, würden sich dort erneut bewerben. Hingegen würden nur 13,1%derjenigen welche eine negative Candidate Experience hatten sich erneut beim entsprechenden Arbeitgeber bewerben. Wer als Arbeitgeber Talentpools, Empfehlungen und positive Reputation (insbesondere im Social Web) wünscht, tut gut daran sich um seine Bewerber zu kümmern.

Alle Informationen zur Studie und Download
Der umfangreiche Ergebnisbericht zur Studie mit zahlreichen Grafiken und Handlungsempfehlungen für rekrutierende Unternehmen kann hier kostenfrei angefordert werden.

Bei den Kollegen von Stellenanzeigen.de gibt es zudem eine kleine Infografik zu Top-Facts der Studie.

Wer praktisch ins Thema Candidate Experience einsteigen will, sein zudem unser neuer Workshop empfohlen. Dort stellen wir in Zusammenarbeit mit den Online-Recruiting-Experten von Wollmilchsau Lösungsansätze für erfolgreiches, zukunftsfähiges Recruitment vor.

 

 

5 Jahre metaHR-Blog und 7 Dinge, die ich durchs Bloggen gelernt habe

Happy-BDirekt zur Sache: Dieses Blog hier hat GEBURTSTAG! Juhu, der metaHR Human Resources Blog wird fünf! Ein Grund zur Freude und ein schöner Anlass für einen persönlichen Artikel. Ich schreibe ihn über sieben Dinge, die ich durchs Bloggen gelernt habe.

 

Zur Erinnerung: Das ist eine Geburtstagsfeier. Bitte nehmen Sie sich ein Stück Kuchen und essen es nun während Sie das hier lesen…

Es war im April 2009 als ich, damals noch gemeinsam mit meinem damaligen Geschäftspartner, dieses Blog ins Leben gerufen habe. Es war mir von Beginn an eine Herzensangelegenheit. Das brauchte bzw. braucht es auch, denn ohne Leidenschaft läuft meiner Meinung nach kein Blog konstant über eine solche Zeit. Es hat gelegentlich viel Kraft gekostet und so mancher Artikel entstand in den Abendstunden, hin und wieder unter argwöhnischen Blicken meiner Frau…
Doch es hat sich gelohnt: Ich habe es nicht nur geschafft dieses Blog fest in der deutschsprachigen HR-Blog-Szene zu verankern, nein, vielmehr noch bin ich selber am Bloggen gewachsen. Ich bin sehr dankbar für alle die faszinierenden Inhalte, welche ich über die Beschäftigung mit dem Blog besser kennen lernen und verstehen konnte. Am allermeisten aber bin ich dankbar und froh über die vielen Kontakte zu interessanten, klugen und sympathischen Menschen, welche ich durch meine HR-Blogger-Tätigkeit kennen gelernt habe (und durch die HR BarCamps). Es sind darunter mittlerweile so viele HR-Blogger-Kolleginnen und Kollegen, Personaler/innen, Berater/innen und Personen in sonstigen Funktionen, dass es mir kaum möglich ist jemanden herauszuheben. Eine Ausnahme möchte ich machen: Jannis Tsalikis.
Jannis, mein lieber HR-Blogger-Kollege und mit mir Vater der HR BarCamps, Dich habe ich über die Arbeit an meinem Blog kennen gelernt und das Ergebnis unserer Zusammenarbeit war und ist einfach spitze! Danke für die gemeinsamen Projekte! Efcharisto poli, file mu!

Was in fünf Jahren so passierte
So, nach dieser Danksagung nun noch einen kleinen Blick auf ein paar Daten dieser Blog-Existenz bis hierher: Es gab 252 Beiträge, was 50,4 Beiträge pro Jahr macht. Der erste Beitrag wurde am 11.03.2009 erstellt (ging aber erst im Folgemonat online). Seither sind bis heute, dem 03.05.2014 1879 Tage vergangen, d.h. es gab im Schnitt alle 7,45 Tage einen neuen Artikel hier oder 0,134 Beiträge je Tag. Dabei wurden über 51000 Spam-Versuche in diesem Zeitraum automatisch verhindert.
Der Artikel mit den meisten Zugriffen an einem einzigen Tag heißt „Arbeitswelt: 20 Jobprofile der Zukunft“. Ihn lasen allein an dessen Veröffentlichungstag rd. 1650 Personen. Meine persönlichen Lieblingsartikel entsprechen dem Typ inspirierender Ratgeber wie bspw. der hier: „Convenience im Recruiting: 15 Ideen für mehr Komfort Ihrer Bewerber“. Die Serie „Lost & Found“, in welcher ich hier im Blog HR-Links vorstelle hat es bisher auf 17 Ausgaben und ein Special gebracht. Dieses Blog kam im Jahr 2013 auf dem nicht unumstrittenen HR-Blog-Ranking des Personalmagazins unter die Top-3 der deutschen HR-Blogs (ich erwähne das übrigens erstmalig, weil ich es bis heute eher unwichtig finde, komisch, viele andere aber nicht). Die meistgenutzten Tags in diesem Blog lauten: Social Media, Social Media Recruiting, Personalmarketing, Recruiting, HR-Trends und Employer Branding. Ok, nun wissen wir wohl endgültig woran wir hier sind…

7 Dinge, die ich durchs Bloggen gelernt habe
So, nun aber zum Kern dieses Blog-Geburtstagsartikel und meinen 7 Dingen, die ich durchs Bloggen gelernt habe… Weiterlesen

Personalmarketing-Preis: Innovatoren und Innovationen gesucht

preiseAm 5.Juni 2014 wird es soweit sein: Humancaps, WESTPRESS und W&V Job-Network werden herausragende Personalmarketing-Innovationen aus dem Jahr 2013 und um dieses Thema verdiente Personen auszeichnen. Der Award, welcher unter dem Titel „Personalmarketing Innovator“ läuft, wird dann zum insgesamt vierten Mal vergeben. Vorschläge können bis 9.Mai 2014 eingereicht werden.

 

Der Preis
Der Preis für Innovatoren und Innovationen im Personalmarketing bekommt dieses Jahr einen neuen Dreh: Statt wie bisher in den Vorjahren ausschließlich auf Social Media Personalmarketing zu schauen, wird der Entwicklung Rechnung getragen, dass viele Personalmarketing-Projekte breiter oder crossmedialer angelegt sind und „pures“ Social Media nicht mehr automatisch bedeutet innovativ zu sein. In dem Zusammenhang stehen bspw. Themen wie Active Sourcing, Mobile Recruiting oder Guerilla-Recruiting mit auf der Agenda von Personalmarketing-Aktivitäten und könnten mit diesem Preis bedacht werden. Zudem gilt es nicht nur den großen, gelungenen Strategien in einem Unternehmen eine Plattform zu bieten, sondern auch den kleinen Aktionen, die im Idealfall dem Markt wichtige Impulse geben bzw. sich durch eine besonders hohe Aufmerksamkeit ins Bewusstsein der Branche gespielt haben.

Preisträger aus den Vorjahren sind übrigens bspw. Stephan Grabmeier (damals noch für die Deutsche Telekom aktiv), Robindro Ullah (damals Deutsche Bahn) oder Florian Schrodt (Deutsche Flugsicherung). Einen Nachbericht zur letztjährigen Preisvergabe gibt es hier im W&V-Blog.

Die Jury: Ich bin der „Neue“
Die Aufgabe die vorliegenden Vorschläge zu begutachten wird von einem Expertengremium wahrgenommen, welches sich aus Lutz Altmann (Humancaps), Martin Grothe (Complexium) Simon Zicholl (Westpress) und Raoul Fischer (für W&V Job-Network) zusammensetzt. Diese Jury, welche final für die Preisvergabe verantwortlich zeichnet, wurde aktuell erweitert: Ich freue mich, dass ich selber dieses Jahr erstmalig dabei sein werde. Als einer der „Väter“ der HR BarCamps, werde ich natürlich bestmöglich mein Gespür für innovative Ansätze im Personalmarketing in diese Aufgabe einbringen. Ich bin schon gespannt auf die Einreichungen.

Vorschläge erbeten
Vorschläge können noch bis 9.Mai eingereicht werden. Es sollte sich dabei um Personen handeln, welche sich speziell im Jahr 2013 um das Thema Innovationen im Personalmarketing eines Unternehmens und darüber hinaus verdient gemacht haben. Daneben sollen auch Vorschläge für spannende Innovationen (bzw. innovative Personalmarketingprojekte) eingereicht werden.
Für die Einreichung genügt es, eine Mail mit dem Namen und einer kurzen Begründung an die
E-Mail-Adresse pmi[at]wuv.de zu senden.

 

Also, auf geht´s, liebe metaHR-Blog-Leserinnen und –Leser: Mitmachen und Personalmarketing-Innovationen einreichen! Danke.

 

Bild: CC BY 2.0 Brad.K

 

Vier wichtige Bücher für moderne Personaler/innen

vier-hr-bücherDie Anforderungen an Personalarbeit ändern sich seit einigen Jahren rasant. Zahlreiche neue Trends sind aufgekommen und eine Reihe veränderter Anforderungen treffen auf die Verantwortlichen in den HR-Abteilungen. Hier sind vier Fachbücher, welche im letzten halben Jahr erschienen sind und Antworten auf aktuelle HR-Herausforderungen liefern.

 

Insbesondere wenn es um das Finden bzw. Gewinnen von Talenten und die Bindung von Mitarbeitern geht sind neue Herangehensweisen seitens HR gefragt. Neben solchen passenden Lösungen für spezifische Fragestellungen wie bspw. in der Personalbeschaffung, benötigen Personalerinnen und Personalern auch ein neues Selbstverständnis um zukünftig erfolgreich sein zu können. Die vier nachfolgend genannten Bücher liefern dazu Ideen und Anregungen auf unterschiedlichen Detailleveln. Während das Werk von Martin Gaedt vordringlich eine erfrischende Abrechnung mit einem geflügelten Begriff der Personalerszene, dem „Fachkräftemangel“ ist und dabei auch bis in gesellschaftliche und politische Dimensionen vordringt, liegt quasi am andere Ende der Skala das Recrutainment-Buch von Diercks/ Kupka. Es stellt eben „nur“ jenen speziellen Trend umfassend, im Detail und in der Umsetzung dar. Die beiden anderen Bücher liegen von der Auflösung der Betrachtung eher dazwischen. Allen vier Büchern ist gemein, dass sie eine klare Sprache gebrauchen und Lösungen für zukunftsfähige Personalarbeit aufzeigen. Jedes dieser Bücher hat seinen eigenen Charme und gehört in die Leselisten moderner Personaler.
Die vier Werke im Kurzüberblick:  Weiterlesen