Wettbewerbsfaktor Unternehmenskultur: Was den Cultural Fit unumgänglich macht

Neben harten Kriterien wie der Berufserfahrung oder Gehaltsvorstellungen sollten Arbeitgeber auch die Passung des Bewerbers zur Unternehmenskultur überprüfen. Denn die so herbeizuführende hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber bringt viele Vorteile mit sich. Neben erhöhter Jobzufriedenheit steigt auch die Bindung und Motivation der Mitarbeiter. Im Rahmen der Online-Konferenz „Recruiting Offensive 2018“ zeigt Christoph Athanas von meta HR in seinem Online-Vortrag am 12.10.18 um 14:00 Uhr auf, wie die Cultural Fit-Thematik in Recruiting und Employer Branding umgesetzt werden kann.

Welche Rolle spielt der Cultural Fit bei der Bewerberauswahl?
Im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer wird die Unternehmenskultur in absehbarer Zeit der neue USP der Unternehmen sein. Um sich als Arbeitgeber von seinen Konkurrenten abzugrenzen, macht es Sinn, dies über die eigene Kultur zu tun – denn diese ist einzigartig. Während das Gehalt eine Komponente ist, die im Zweifel jeder andere Arbeitgeber kopieren oder übertreffen kann, sind das arbeitskulturelle Klima und die Werte, die das Unternehmen vertritt, wichtige Unterscheidungsmerkmale. Für Jobsuchende nehmen diese Faktoren an Bedeutung zu. Arbeit soll nicht mehr nur das Leben finanzieren, sondern auch sinnstiftend sein. Für über 85 % der Bewerber ist es wichtig, persönlich zur Kultur des Unternehmens zu passen, bei welchem sie sich bewerben (vgl. Candidate Journey Studie 2017).

Auch unternehmensseitig gibt es beträchtliche Vorteile, wenn die Unternehmenskultur authentisch und richtig dargestellt wird und so entsprechende Mitarbeiter eingestellt werden können, denen die Identifikation mit dem Arbeitgeber gelingt. Laut einer Studie von Glassdoor Economic Research sind Kultur und Werte der wichtigste Teilaspekt für die Zufriedenheit von Mitarbeitern. In der Wirkung auf die Mitarbeiterzufriedenheit einer Person ist demnach der Beitrag von Werte- und Kultur-Passung gut doppelt so hoch, wie die Zufriedenheit mit dem Faktor Gehalt (Compensation und Beneftis). So fördert eine hohe kulturelle Passung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Cultural Fit praktisch in Recruiting und Employer Branding
Der erste und einfachste Schritt ist es Cultural Contents auf der eigenen Karrierewebseite sowie in eigene Stellenausschreibungen einzubinden. Dadurch wird gezeigt, dass man als Arbeitgeber Wert auf die eigene Unternehmenskultur und die kulturelle Passung der zukünftigen Mitarbeiter legt. In verschiedenen Formaten können die Werte des Unternehmens und seine Kulturfacetten transportiert werden. Dazu zählen natürlich Text, z.B. authentische Aussagen von Mitarbeitern oder Erklärung welche Werte das Unternehmen lebt. Vielleicht noch wichtiger aber sind Bilder und Videos, die den Arbeitsalltag zeigen. Dabei ist es essentiell, in der Bildsprache nur auf Personen zurückzugreifen, die tatsächlich beim Unternehmen angestellt sind. Nichts wirkt unauthentischer als Stockbilder, die sich im schlimmsten Fall auf anderen Seiten wiederfinden lassen. Eigentlich ein alter Hut…

Das Thema Kulturpassung sollte auch in die Interviews mit dem Bewerber eingebunden werden. Dazu muss der Arbeitgeber sich allerdings zunächst fragen, welche kritischen kulturellen Eigenschaften und Werte es im Unternehmen gibt. Diese Definition ermöglicht es die eigenen Bewerberinterviews entsprechend um gezielte Cultural Fit Fragen zu ergänzen. Ebenso hilfreich ist die Option des Meet-the-Team. Hierbei werden die Kandidaten und die möglichen Kollegen in spe zusammengebracht. Ein erstes Kennenlernen und ein Abgleich von beiden Seiten kann stattfinden. Schließlich ist der Einsatz eines validen Tools, das interessierten Jobsuchern die Möglichkeit bietet, sich mit dem Unternehmen unverbindlich zu matchen, eine weitere sinnvolle Option für beide Seiten. Im Fall des Cultural Fit Evalueator können die nach der Analyse erzeugten Reports zur Kulturpassung von Kandidaten auch im Bewerberinterview gezielt eingesetzt werden und so die Gesprächsführung rund ums Thema Cultural Fit unterstützen.

Mehr zu Cultural Fit und Cultural Contents in der Online-Konferenz
Wer mehr zum optimalen Einsatz des Cultural Fit erfahren möchte, sollte unbedingt an der Online-Konferenz Recruiting Offensive 2018 – Part II teilnehmen. Am 12. Oktober um 14 Uhr spricht dort Christoph Athanas von meta HR über die Möglichkeiten die Cultural Fit-Thematik praktisch in Recruiting und Employer Branding umzusetzen. Er bringt zahlreiche praktische Beispiele mit.

Drei weitere Recruiting-Experten werden sich an diesem Tag in ihren Live-Vorträgen folgenden spannenden Themen widmen: Eröffnet wird das Online-Event von Jan Kirchner (Wollmilchsau) mit zehn praktischen Handlungsempfehlungen wie Stellenanzeigen attraktiver und sichtbarer werden, um ihr volles Potenzial im Recruiting entfalten können. Im Anschluss präsentiert Arnim Wahls von Firstbird den „Employee Referral Report“ und behandelt die Wirksamkeit von Mitarbeiter-Empfehlungen beim Recruiting. Abschließend geht es bei Daniel Mühlbauer von function(HR) um den Einsatz von Algorithmen und Automatisierung im Recruiting sowie die Frage, ob Menschen oder Maschinen besser rekrutieren.

Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung für die Teilnahme an der Online-Konferenz „Recruiting Offensive 2018“. Es lohnt sich!

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