Wie erstelle ich einen webcast?

Die Einsatzgebiete für webcasts sind vielfältig. Der Begriff webcast setzt sich aus den Begriffen „web“ für über das Internet und „cast“ von Broadcast für Rundfunk bzw. Fernsehen zusammen. Hier ist allerdings eher die Art des Konsums durch den Benutzer, als die Art der Verbreitung gemeint. Inhalt sind moderierte und animierte Präsentationen die dann über das Internet jederzeit abrufbar sind.

 

Mit Hilfe von webcasts lassen sich bspw. neue Produkte oder Dienstleistungen für die eigenen Vertriebsmitarbeiter oder Kunden darstellen, Trainingseinheiten nachhalten und verfestigen, Prozesse wie bspw. die Reklamationsbearbeitung oder der Umgang mit Software (z.B. CRM) erklären und transparent machen.

 

Für die Erstellung eines webcasts benötigen Sie neben ein wenig Kreativität und Kenntnissen über das Thema auch Informationen über die Zielgruppe und deren Bedürfnisse. Hier vor allem über die notwendige Informationstiefe und Details die für diese wichtig sind. Nicht zu vergessen: Sie benötigen Fertigkeiten im Umgang mit der Software zum Erstellen von Präsentationen, zum Aufzeichnen und Bearbeiten (z.B. Schneiden) des webcasts.

In unserem Artikel über die elearning-Tools finden Sie neben dem Link für CamStudio auch Links auf andere Open Source Software die Sie einsetzen können. Zur Einarbeitung stehen im Internet meist sehr gut Dokumentationen zur Verfügung.

 

Einen webcast herstellen – so wird’s gemacht!

1. Finden Sie ein Thema …

das Relevanz hat und bereiten Sie den Inhalt für die jeweilige Zielgruppen auf.

Versuchen Sie komplexe Sachverhalte anschaulich und dynamisch aufzubereiten. Dabei kann es hilfreich sein Themen zu unterteilen und auf mehrere webcasts zu verteilen. Länger als 15 Minuten sollte kein einzelner webcast sein, damit die Konzentration der Betrachter hoch genug bleibt. Über eine kurze Einleitung, in der Sie die Bedeutung des Themas für die Zielgruppe verdeutlichen, führen Sie dann elegant zum Thema hin.

 

2. Entwickeln von Ideen

Nutzen Sie ihre Kreativität um schwierige und komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen. Verwenden Sie z.B. Bilder, Grafiken, Animationen und Übersichten. Benutzen Sie einfache und transparente Statistiken um Ihre Aussagen zu belegen.

Wenn Sie darauf achten die didaktischen Regeln einzuhalten, erhöhen Sie ihre Chance das Sie mit Ihren Inhalten auf offene Ohren und Augen treffen. Dabei sind besonders zu nennen: Erklären Sie vom Allgemeinen zum Speziellen, verwenden Sie Beispiele und regen Sie durch Wechsel der Darstellungsformen die Aufmerksamkeit an und vermeiden Sie Monotonie.

 

3. Präsentation mit Drehbuch

Erarbeiten Sie eine aussagekräftige Präsentation. Benutzen Sie Animationen für eine entsprechende Dynamik der Darstellung. Doch denken Sie an das richtige Maß bei der Verwendung von Animationen: Weniger ist manchmal mehr…

 

Erstellen Sie ein „Drehbuch“ in dem Sie sich Notizen machen zu den einzelnen Grafiken, Animationen bzw. Folien. Erstellen Sie am besten nur Stichpunkte und keine ganzen Sätze. So werden Sie nicht verleitet den Text abzulesen. Unsere Erfahrungen zeigen uns, dass das frei gesprochene in webcasts deutlich authentischer und lebendiger wirkt. Wenige kleine Versprecher machen dabei übrigens gar nichts, sondern es lässt Sie authentisch wirken. Fassen Sie sich insgesamt eher kurz und bleiben Sie immer verständlich.

 

4. Umsetzung

Hardwarevoraussetzungen: Headset bzw. ein gutes Mikrofon sind alle Hardwarevoraussetzungen die Sie erfüllen müssen. Vor Beginn der Aufnahme empfiehlt sich ein Mikrofontest wegen der Lautstärkeeinstellungen.

Sprechen Sie moduliert, betont, interessant und ruhig etwas langsamer. Machen Sie kurze Pausen, so kann das Gehörte besser verarbeitet werden.

Eine Empfehlung aus der Praxis: Sprechen Sie den webcast mit einem Kollegen ein. Hier kann eine Form des Interviews in welchem einer aus der Perspektive eines Vertreters der Zielgruppe fragt und der andere antwortet sehr lebendig wirken. Dazu sind zwei Stimmen für die Zuhörer abwechslungsreicher.

Neben dem gesprochenen Wort hat es sich bewährt die wichtigen Inhalte auch schriftlich einzublenden. Werden solche Texte nachträglich in den webcast eingefügt, nennt sich diese Technik Call-out (d.h. Sie verwenden kleine Textfelder, welche an richtiger Stelle zum gewünschten Zeitpunkt eingeblendet werden).

 

5. Schnitt/ Bearbeitung

Denken Sie an Vor- und Abspann. Ggf. sind Übergänge zwischen einzelnen Folien etc. zu bearbeiten. Machen Sie sich keine Sorgen: Die Grundfunktionen sind z.B. in Camtasia schnell zu erlernen. Dazu können Sie die Dokumentationen des Herstellers nutzen. Allgemein gilt: Ausprobieren ist Trumpf, haben Sie also keine Scheu! Mit etwas Übung erzielen Sie schnell erste Erfolge.

 

6. Veröffentlichung

Stellen Sie den webcast auf Ihrer Internetseite zur Verfügung. Ihre Benutzer benötigen meist nur einen Flash-PlugIn für Ihren Browser und ein paar Lautsprecher oder Kopfhörer und schon kann es losgehen. Auch andere Medien sind denkbar wie CD oder DVD. Außerdem bieten viele Programme die Möglichkeit auf youtube oder ähnlichen Clip-Börsen zu veröffentlichen.

 

Also viel Spaß und viel Erfolg bei der Erstellung und dem Einsatz von eigenen webcasts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie weitere Fragen zum Einsatz von webcasts für Trainings oder in der Personalentwicklung haben, sprechen Sie uns. Hier geht´s zum Kontakt.

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