Lost & Found 28: Weblinks für HR-Profis mit Onboarding-Faktoren, HR als Sales-Aufgabe, Google-Attacke auf Jobbörsen uvm.

lost_and_found-28Wird Google die Jobsuche mit der Cloud Jobs API optimieren oder am Ende gar revolutionieren? Wann wird HR als Sales-Aufgabe gesehen? Und wie beeinflussen psychologische Faktoren den Erfolg beim Onboarding neuer Mitarbeiter?
Um diese und andere spannenden Fragen geht es diesmal in unserer Empfehlungsreihe. Sieben ausgewählte und aktuelle HR-Artikel werden präsentiert.

 

Das Schöne an einer Tradition ist, dass sie immer wiederkehrt. Ein wenig so wie bei Festtagen. Kaum sind die einen vergangen, stehen die nächsten schon wieder im Kalender. Darauf ist Verlass. Auf unsere kleine Blog-Tradition, die Lost & Found-Linksammlung, ist ebenfalls Verlass. Da ist sie wieder und sie bringt Geschenke mit – in Form von absolut lesenswerten, HR-relevanten Artikeln! Die erste Ausgabe unserer Lost & Found-Reihe des Jahres 2017 hält gleich sieben schöne Links bereit. Viel Spaß beim Reinklicken und bei der Wissensvermehrung…

1) Revolutioniert Google die Jobbörsen-Landschaft?
Der Internetgigant hat offenbar ein neues Unternehmensfeld für sich entdeckt und sich zum Ziel gesetzt, die Jobsuche zu optimieren. Für Bewerber und Recruiter gleichermaßen. Die häufig auftretenden Probleme beim Matching verortet Google bei der Formulierung der Stellenanzeigen. Einmal mehr sollen passende Algorithmen und künstliche Intelligenz die Lösung sein. In der Regel macht der Konzern keine halben Sachen. Hat Google Cloud Jobs API das Potential das Recruiting nachhaltig zu verändern? Mehr dazu hier bei Henner Knabenreich: Revolutioniert Google die Jobbörsen-Landschaft?

2) “Wir brauchen Verkäufer” – ein Plädoyer für eine neue Arbeitsweise in der HR
Das Silicon Valley steht in vielen Unternehmensbereichen für die Avantgarde der Weltwirtschaft. Im HR Management haben die berühmten Tech-Unternehmen schon für einige wegweisende Innovationen gesorgt. Nun könnte Google den nächsten Trend setzen. Im Herbst letzten Jahres wurde die Position des hauptverantwortlichen HR-Managers neu mit Eileen Naughton besetzt. Anstelle einer erfahrenen Personalerin entschied man sich für einen Sales-Profi, einer Spezialistin für das operative Geschäft. Die Aussage ist unmissverständlich: In Zukunft soll dieser Job von jemanden gemacht werden, der seine Stärken im unternehmerischen Denken und Handeln und nicht im Verwalten hat. Wird HR damit zur Sales Aufgabe? i-potentials Gründerin und Frontfrau Constanze Buchheim kommentiert die Entwicklung sehr lesenswert unter: “Wir brauchen Verkäufer” – Für die Abschaffung von Personalmanagern und eine neue Arbeitsweise im HR

3) Recruiting: Reichweiten-Analyse zeigt Stärken und Schwächen der Jobbörsen
In diesem lesenswerten Beitrag stellt Gerhard Kenk eine Reihe unterschiedliche Reichweiten-Messverfahren vor, die Personalern helfen können, das passende Jobportal zu finden. Neben den qualitativen Aspekten wie Benutzerzufriedenheit, Suchqualität oder Weiterempfehlungsrate, spielen Bewertungsschema der Jobbörsenumfrage eine gewichtige Rolle. Doch wodurch lassen sich die verschiedenen Verfahren unterscheiden und was liefert die gewünschten Resultate? Der folgende Beitrag bringt Licht ins Dunkel:
Recruiting: Reichweiten-Analyse zeigt Stärken und Schwächen der Jobbörsen

4) Onboarding: So erhöhen Arbeitgeber die Chance neue Mitarbeiter zu halten
Die erste Phase im neuen Job trägt maßgeblich dazu bei, wie positiv sich die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entwickelt. Gerade haben wir bei meta HR in Kooperation mit Stellenanzeigen.de auf die Zusammenhänge einer positiven Candidate und Employee Experience in Bezug auf die Bindung von New Hires an das einstellende Unternehmen hingewiesen. Nachzulesen in unserer Candidate Journey Studie 2017 (Download hier). In diesem Sinne möchte ich auf ein paar lesenswerte Überlegungen in Sachen Onboarding aus dem HR-Blog prosoft hinweisen. Der Beitrag beschäftigt sich mit den psychologischen Faktoren im Onboarding. Welche Faktoren sorgen für die richtigen Rahmenbedingungen, damit sich neue Mitarbeiter wohl und wertgeschätzt fühlen? Und was sollten Arbeitgeber dringend vermeiden, um zu verhindern die gerade besetzte Stelle gleich wieder ausschreiben zu müssen? Gerade als Ergänzung zu unserer Studie eine interessante Quelle: Psychologische Faktoren im Onboarding

5) Work-Life-Balance: Worthülse oder Mittel zur Mitarbeiterbindung
Der Begriff Work-Life-Balance wurde in den letzten Jahren so inflationär verwendet, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung nicht leicht fällt. Denn was bedeutet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit, wenn Mitarbeiter permanent erreichbar sind? Digitalisierung, Smartphones und Social Media sind die natürlichen Gegenspieler eines entspannten Feierabends, der sich sauber von der Arbeit trennen lässt. Weil die Grenzen zwischen Beruf und Familie immer mehr verschwimmen, plädiert Wollmilchsau-Bloggerin Eva Matheisen für mehr Flexibilität. 4-Tage Woche, Gleitzeit oder mobiles Arbeiten sind Beispiele. Mehr dazu für der Artikel auf dem Wollmilchsau-Blog aus:
Arbeitgeberattraktivität: Wie die Work-Life-Balance zur Mitarbeiterbindung beitragen kann

6) Warum HR die digitale Transformation nicht hinbekommt
Mit spitzer – digitaler – Feder analysiert HR-Experte Uwe Sunkel in seinem Beitrag, warum gerade für Personalbereiche die Umsetzung von Digitalisierung so schwierig ist. Glücklicherweise ist der Autor kein vollständiger Pessimist, sondern er zeigt dann ebenfalls auf getan werden kann um eben doch erfolgsversprechend digitaler zu werden. Ein großes Thema ist dabei der Abbau von Hierarchien und gleichfalls eines, wofür man den berühmten langen Atmen braucht. All at all: Sehr lesenswerter Beitrag:
Warum HR die digitale Transformation nicht hinbekommt

7) Mehr Transparenz in die eigenen Unternehmenskultur bringen
Dieser englischsprachige Artikel ist aus heutiger Perspektive ein echtes „Found“ – er ist aus dem Jahr 2015. Nichtsdestotrotz ist er noch immer aktuell, denn es geht darum wie Unternehmen mehr Klarheit über ihre Kultur bekommen können. bzw. diese mit mehr Klarheit leben können. Mit fünf ganz konkreten kleinen Hinweisen wird das Thema in dem Beitrag praktisch aufgearbeitet. Reinschauen lohnt sich unter:
5 tips for building transparency into your company culture

Tipp: Wer die eigene Unternehmens- und Wertekultur besser verstehen und dafür konkret messen möchte, sollte sich unseren Cultural Fit Evalueator anschauen bzw. uns dazu ansprechen.

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