Posts Tagged Recruitingstrategie
Jobsuche 2013: Erwartungen und Vorgehensweisen von Bewerbern und Recruitern
Verfasst von Christoph Athanas unter Aktuelles, Recruiting am 29. April 2013
Unternehmen bemängeln die
Anzahl und Qualität eingehender Bewerbungen. Gleichzeitig möchte jedes zweite Unternehmen weiter Personal aufbauen. Die aktuelle Studie der Online-Jobbörse Stepstone betrachtet aktuelle Erwartungen von Bewerbern und Recruitern und gleicht deren Vorgehensweisen ab.
Stepstone hat kürzlich erste Ergebnisse seiner Studie “Jobsuche 2013″ veröffentlicht. Die im Herbst 2012 durchgeführte Online-Studie hat rund 20000 Jobsucher und ca. 800 Personaler in acht europäischen Ländern (davon 270 aus Deutschland) befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bekannte Trends, wie den vieldiskutierten Fachkräftemangel, verfestigt haben und, dass der Wettbewerb um gute Talente für Unternehmen vielfach härter wird.
Die in den Ergebnissen zitierten Erwartungen der Bewerber geben gute Orientierungspunkte für Recruiter bzw. Recruitingorganisationen ab. Bspw. bewerben sich die Jobsucher am liebsten via E-Mail und erwartet nach spätestens zwei Wochen eine erste Reaktion auf diese Bewerbung. Erhält der Kandidat gar keine Rückmeldung, hat das Folgen für die Arbeitgebermarke dieses Unternehmens: 79% finden das Unternehmen fortan als unsympathisch und 55% würde sich dort auch zukünftig nicht mehr bewerben. Candidate Experience, die nachhaltig prägt…
Ein weiteres interessantes Detail: Zwar bleiben Online-Jobbörsen der beliebteste Kanal um Stellen auszuschreiben bzw. danach zu suchen. Doch Missverständnisse zwischen Bewerbern und Unternehmen gibt es auch dort. Vor allem hinsichtlich der gewünschten bzw. der real kommunizierten Inhalte in Stellenanzeigen. Während bspw. 74% der Bewerber gern schon in der Stellenanzeige Informationen zum Gehalt hätten, teilen nur 6% der Unternehmen Informationen dazu dort mit. Ähnlich ist es beim Thema Jobsicherheit, wo 72% der Kandidaten gern mehr wüssten, doch nur 15% der Unternehmen dazu eine Aussage treffen. Schließlich interessiert 75% der Jobsuchenden das unmittelbare Arbeitsumfeld (Anbindung, Ausstattung etc.), aber nur knapp die hälfte der Unternehmen (48%) teil in der Stellenausschreibung darüber etwas mit.
Die Studie beschreibt u.a. auch, dass noch 57% der Jobsucher keine sozialen Medien für sich nutzen, wenn es um die Jobsuche geht. Das heißt jedoch im Umkehrschluss, dass es fast die Hälfte, also 43% tun. Und damit sind auch nur die aktiven Personen erfasst. Jobempfehlungen von Freunden und Bekannten finden im privaten Netzwerk statt und macht die oben genannte Zahl unschärfer. D.h. vermutlich sind potentiell noch mehr Personen Jobangeboten via sozialen Medien aufgeschlossen, wenn auch nur passiv…
Nach meiner Auffassung ist Social Media eine wirklich wichtige Komponente im Rahmen einer zukunftsfähigen Recruiting-Strategie. Social Recruiting kann aber nur dann Wirkung entfalten, wenn es richtig und nachhaltig gemacht wird.
Weitere Details zu den Ergebnissen der Studie wird Stepstone vermutlich in naher Zukunft veröffentlichen.
Hier noch die StepStone-Infografik zu einigen key facts (zum Maximieren bitte klicken):
Aktuelle Studie vorgestellt: Recruiting Trends 2012
Verfasst von Christoph Athanas unter Aktuelles, Recruiting am 15. Februar 2012
Am 14. Februar wurde in Darmstadt unter Regie des Karriereportals Monster.de das 10.Symposium für Personalverantwortliche abgehalten. Im Zentrum des Events stand wie üblich die Vorstellung der aktuellen „Recruiting Trends“ Studie. Die Ergebnisse für den Mittelstand zeigen eine weitgehend stabile Weiterentwicklung bzw. Zuspitzung der großen Recruiting Trends aus dem Vorjahr.
Für die Studie „Recruiting Trends im Mittelstand 2012“ wurde wieder eine Erhebung mit rund 1.000 Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand angestellt. Verantwortet wurde das Panel wie in den vorangegangenen Jahren durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt/M. in Kooperation mit Monster.
Die Vergleichbarkeit durch Umfang, Regelmäßigkeit und Frageausrichtung stellt einen Gewinn für die Betrachtung von HR-Trendthemen über längere Zeiträume dar und macht diese Studie so interessant. Ich will im Folgenden auf einige Highlights aus der Mittelstands-Studie eingehen und unten finden Sie auch einen Downloadlink zur Zusammenfassung der Ergebnisse.
Social Media Recruiting: Wie viel Hype und wie viel realer Nutzen?
Verfasst von Christoph Athanas unter Enterprise2.0, Recruiting am 26. April 2011
3 Thesen zum Entwicklungsstand von Social Media Recruiting mit dem Modell des Gartner Hype Cycle betrachtet.
Nur wenige Themen wurden in den letzten 1-2 Jahren in den Fachforen und -magazinen der Human Resources Gemeinde so intensiv und vielseitig diskutiert wie der Einsatz von Social Media für Recruiting und Employer Branding. Sicher ist, dass Thema ist da und es wird bleiben. 600 Millionen plus X Facebook-Nutzer weltweit sind ein mächtiges Statement. Schon 96% der unter 30jährigen sind in sozialen Netzwerken aktiv. Demnach ist beinah jeder Arbeitnehmer von morgen bereits heute Mitglied in einem sozialen Netzwerk.
Kein Wunder also, dass unter den Personalmarketing- und Recruiting-Trends das Thema Social Media ein sicherer Dauergast ist. Wie steht es aber um die Umsetzung? Wie stehen deutsche Personalabteilungen zu dem Thema, wenn´s um die Praxis geht?
Einige Erfahrungen wurden mittlerweile gemacht, ungezählte Studien publiziert und zahlreiche Facebook-Fanpages besprochen. Aber es bleibt die Frage, was mit dieser Technologie schon möglich ist in der breiten Anwendung. Wie viel ist beim Social Media Recruiting noch Hype und wie viel ist bereits realer Nutzen für das Tagesgeschäft der Personalbeschaffung?
Dieser Frage nunmehr auf den Zahn zu fühlen, bediene ich mich einem bewährten Modell zur Beschreibung von Trendentwicklungen im Technologieumfeld. Dem Gartner Hype-Zyklus.
Seminar-Tipp für Personaler: Schritt-für-Schritt Social Media fit
Verfasst von Christoph Athanas unter Aktuelles, Training am 20. April 2011
Dafür, dass Social Media ein großes Thema für die HR ist, stehen zahllose Artikel und Berichte in den einschlägigen Medien und Blogs. Hinzu kommen einige Unternehmen, welche das Thema bereits erfolgreich integriert haben und so best practice Beispiele geben. Folglich interessieren sich auch immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Personalabteilungen für die Nutzung von Social Media, z.B. fürs Personalmarketing und Recruiting. Keine Frage, die Neugier ist groß. Fraglich bleibt für viele, wie und wo sie beginnen sollen. Genau hierfür bieten unsere Seminare eine Lösung.
Gemeinsam mit meiner HR-Beraterkollegin und HR-Bloggerin von newcruiting Nina Kalmeyer und dem renommierten Seminaranbieter IME – Institut für Management-Entwicklung bietet meta HR
zwei Praxisseminare für Personaler zum Thema Social Media in der HR.
Das Besondere an diesen Veranstaltungen:
Wir kümmern uns im Basis-Seminar um ein gutes Fundament für Ihre HR Social Media Aktivitäten, damit Sie die Sicherheit bekommen, das Thema richtig anzugehen. Dafür werden Themen und Prozesse, mit denen Sie sich vorab beschäftigen sollten, wenn Sie Social Media erfolgreich im Recruiting, Employer Branding und/oder im Personal Marketing nutzen wollen angesprochen. Es wird über 2.0-Kultur und Commitment in eigenen Unternehmen gesprochen, weil dies wichtige und erfolgskritische Grundlagen sind, um ein erstes Social Media Projekt anzustoßen und erfolgreich zu planen. Sie lernen die eigene Ausgangsposition richtig einzuschätzen und Schritt-für-Schritt von Strategie zur Umsetzung zu gelangen.
Fürs weitere praktische Verwenden von Social Media Recruiting und Employer Branding bieten wir noch eine weitere Veranstaltung. Dieses Seminar kann ideal in Folge des Basis-Seminars besucht werden oder kann Personaler mit Grundwissen in Social Media dienen. Diese Veranstaltung kümmert sich um vertiefende Fragen der Nutzung von Social Media, z.B. wann externe Agenturen hilfreich sein können oder welche Rolle die Fachabteilungen spielen sollten. Oder wie Sie Ihre offline-Aktivitäten im Personalmarketing mit den Social Media Angeboten Ihres Unternehmens sinnvoll verknüpfen können.
Außerdem gibt´s als Bonbon für jeden Teilnehmer der Seminar bis zum Oktober einen persönlichen Telefoncoaching Gutschein für die Zeit nach dem Seminar. Dort gibt es Möglichkeit die eigenen individuellen Fragestellungen mit Nina oder mir detaillierter zu besprechen.
An wen richtet sich das Angebot:
- Personaler, Recruiter, HR-Spezialisten und KMU-Geschäftsführer
- alle, die sich einen praxisorientierten Überblick zu Social Media in der HR wünschen
- alle, die Schritt-für-Schritt fit in den HR Kompetenzen der Zukunft werden möchten
Termine
(Basis-)Seminar: Der praktische Social Media Einstieg für Personaler
- Köln, 30.06.2011 (ausgebucht)
- Berlin, 01.09.2011
- Berlin, 29.11.2011
- Frankfurt/M. 02.02.2012
Aufbau-Seminar: Social Media Recruiting und Employer Branding in der Praxis
- Berlin, 02.09.2011
- Köln, 19.10.2011
- Berlin, 30.11.2011
- Frankfurt/M. 03.02.2012
Bitte auf den Link klicken für weitere
Infos und Anmeldemöglichkeit zum Social Media Seminar für Personaler.
…und am besten gleich anmelden und den eigenen Platz sichern
Fachkräftemangel bekämpfen: Warum und wie besonders der Mittelstand handeln sollte
Verfasst von Christoph Athanas unter Aktuelles, Recruiting am 28. Januar 2011
Von einem drohenden Fachkräftemangel sind mittelständische Unternehmen eher bedroht als Konzerne. Das Erschließen von neuen Quellen bzw. die Verbreiterung der Zugänge zu potentiell attraktiven Mitarbeitern sind Schlüssel für die zukünftige erfolgreiche Personalbeschaffung. Dies wird in immer stärkerem Maß zu einer Frage der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen. Dazu wird es nötig sein in bestimmten Aspekten der Personalpolitik umzudenken und das eigene Recruiting in Strategie und Umsetzung entsprechend anzupassen.
Von der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden Verknappung des Fachkräfteangebots sind prinzipiell alle Unternehmen in Deutschland betroffen. Doch die Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich. Konzerne und diejenigen Mittelständler, welche über sehr starke und bekannte Marken verfügen (z.B. Bionade) werden auch zukünftig einen relativ leichteren Zugang zu Talenten und Fachkräften haben. Hinzu kommt, dass international agierende Unternehmen, also i.d.R. alle Konzerne und einige große Mittelständler, über eine Reihe internationaler Ausweichmöglichkeiten verfügen. Sie können leichter transnational Personal akquirieren oder bestimmte Aufgaben an Standorte in anderen Ländern verlegen, wo entsprechendes Personal ausreichend und günstig verfügbar ist (siehe bspw. das Engagement von SAP in Indien).



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