Posts Tagged Mitarbeitermotivation

Führungsqualität: Schlechte Führung wird hingenommen, solange die Zahlen stimmen

Schlechtes Führungsverhalten wird häufig toleriert, sofern dennoch die operativen Zahlen stimmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hochschule Osnabrück.

 

Die Studie von Prof. Carsten Steinert und Prof. Dominik Halstrup von der Fakultät für Wirtschaft- und Sozialwissenschaftlichen an der HS Osnabrück beschreibt eine erschreckende Geringschätzung vieler Geschäftsführungen gegenüber dem Thema Führungsqualität. Die Studie beruht auf der Befragung von 118 Entscheidungsträger deutscher Unternehmen (mit >400 MA). Sie legt offen, dass Führungsqualität zwar oft intern in irgend einer Form definiert ist und in 85% der befragten Unternehmen Führungsverhalten auch Bestandteil von Personalbeurteilungen ist. Allerdings gilt gleichzeitig, dass schlechtes Führungsverhalten bei mehr als 2/3 aller Befragten toleriert wird, solange das operative Ergebnis der entsprechenden Führungskraft in Ordnung ist.
Überhaupt haben Führungskräfte wegen schlechten Führungsverhaltens meist wenig zu fürchten. 82% der befragten Unternehmen gaben an, dass schlechtes Führungsverhalten kein Grund für eine Trennung von der entsprechenden Führungskraft sei.

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Mitarbeiterbindung: Engagement Index 2010 veröffentlicht – same procedure…

Der Gallup Engagement Index wurde veröffentlicht. Es geht ums Thema emotionale Bindung der Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz. Spannend, oder? Nun ja, es kommt mir nämlich vor wie an einem Slyvesterabend im Dritten Programm: Same procedure as every year.

 

Miss Sophie´s 90.Geburtstag und das ewige Dinner for One mag dort als immergleiche Wiederholung erwünscht sein. Die geringe emotionale Bindung von Beschäftigten an ihre Unternehmen wohl weniger. Und doch sprechen die Gallup-Zahlen eine klare Sprache. 

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same procedure as every year...

Einmal mehr hat Gallup mit einer jährlichen Erhebung gemessen, wie verhältnismäßig wenige Beschäftigte sich an ihren Arbeitgeber emotional stark gebunden fühlen. Für das Jahr 2010 wurden nun Ergebnisse präsentiert, welche denen der Vorjahre stark gleichen:

Von 1920 im Oktober und November 2010 befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gaben an
13% eine hohe emotionale Bindung,
66% eine geringe emotionale Bindung
und
21% keine emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und ihren Arbeitsplatz zu haben.

  

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Selbstwirksamkeitserwartung: Wie Sie den Glauben an die eigene Kompetenz stärken

Selbstwirksamkeitserwartung: Wie Sie den Glauben an die eigene Kompetenz stärken. Eine Einführung für Führungskräfte und Trainer.

Menschen verfügen über viele verschiedene, unterschiedlich stark ausgeprägte Kompetenzen, welche die Basis für ihr Handeln darstellt. In ihren Kompetenzen unterscheiden sich z.B. einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Teams. Die Erfolgsaussichten beim Ausführen von Handlungen entsprechenden wird jedoch nicht nur durch die vorhandenen Kompetenzen vorbestimmt, sondern auch durch unsere eigene Annahme darüber, wie einflussreich und gezielt wir Ergebnisse tatsächlich selbst bewirken können. Diese Annahme nennt man Selbstwirksamkeitserwartung (perceived self-efficacy).

Im Gegensatz zu einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung, welche erzielte Ergebnisse mit dem eigenen Handeln in Zusammenhang bringt, lässt eine niedrige Selbstwirksamkeitserwartung mehr Raum für Erklärungen á la Zufall, äußere Umstände oder die Einwirkung durch andere Personen. Diese Zuschreibung von Ergebnissen (“Attribution”) an sich selbst oder an andere wirkt sich wieder aus auf die zukünftige Annahme darüber, ob man selbst Einfluss nehmen kann oder den Ereignissen mehr oder weniger ausgeliefert ist. Bei einer entsprechend positiven, also selbstwirksamen Erwartung neigen Menschen dazu sich herausfordernde Ziele zu setzen und durchschnittlich bessere Leistungsergebnisse zu erzielen, was wieder zu einer Stärkung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung führt. Die Wissenschaftler Locke und Latham sprechen dabei vom sog. “high performance cycle“.

Eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung stärkt also Leistungsfähigkeit und Leistung, erhöht die Chance sich gegen Widerstände durchzusetzen und auch Veränderungen besser zu verarbeiten. Aus diesen Gründen ist es ratsam in der Mitarbeiterführung auf einen positiven Rahmen für Selbstwirksamkeit zu setzen bzw. Selbstwirksamkeitserfahrungen gezielt auch in Personalentwicklungsmaßnahmen zu trainieren.

 

Führungskräfte oder Trainer können die Selbstwirksamkeitserwartung ihrer Mitarbeiter oder Seminarteilnehmern positiv beeinflussen, indem Sie folgende Wege gehen (nach Albert Bandura):

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Lost & Found (3): Fundstücke aus Blogs und Web

Lost & Found (3): Fundstücke aus Blogs und Web

Lost-n-found Hw in Das Jahresendgeschäft hinterlässt in positiver Weise seine Spuren und ich als Autor habe hier im Blog ein wenig den Schlendrian einziehen lassen. Aber trotz all der intensiven Arbeit an diversen Kundenprojekten möchte ich gern eine kleine Tradition dieses Blogs fortführen:

Und voilá somit ist es wieder einmal so weit, an unserem virtuellen lost & found Schalter vorbei zu schauen. Auch diesmal gibt es einige interessante Fundstücke aus HR-Blogs und von Webseiten.

Diesmal mit von der Partie:
Die brandaktuelle Diskussion um den Fachkräftemangel, damit in Verbindung stehend eine Einschätzung über einen bevorstehenden Jobboom für ältere Arbeitnehmer, absurde Personalauswahl, ein spannender Einblick ins Führungsverständnis bei Google und ein spannender Einblick darüber wie Manipulation funktioniert. Außerdem ein Blick auf die 20 wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland, gemessen an den Zugriffszahlen.

 

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Was Sie über Motivation im Job wissen sollten!

Was Sie über Motivation im Job wissen sollten – oder was die Wissenschaft schon lange weiß, aber in der Wirtschaft zu wenig ankommt.

 

Arbeitsmotivation ist eines der besonders umfangreich erforschten Phänomene. Umso interessanter und erschreckender ist es, dass zahlreiche der so gewonnenen Erkenntnisse der Wissenschaft in der Unternehmens- und Personalführung nicht umgesetzt werden.

Dan Pink, Autor von Fachbüchern zum Thema Lernen und Arbeiten, hat sich nun das Thema Motivation vorgenommen. Er sagt, dass Motivation nach dem alten Prinzip von “Zuckerbrot und Peitsche” immer seltener funktioniert, in einer Arbeitswelt, die auf kreative, problemlösende Aufgaben setzt. Dies ist keine neue Erkenntnis, sondern schon lange bekannt, wie Pink in seinem Buch “Drive” beispielreich offenbart. Gewissermaßen tragisch ist es, dass in der Mitarbeiterführung viele dieser Erkenntnisse nicht umgesetzt werden. Statt dessen wird auf eine teilweise sogar kontraproduktive Motivation via Incentives und extrinischer Anreize gesetzt.
Wie derlei Fakten in Zusammenhang stehen, illustriert auf unvergleichlich eindrucksvolle Weise dieses Video von RSAnimate…

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Management aus der Mottenkiste…oder wie?

Ich habe gestern ein Interview auf Spiegel Online gelesen, welches mich aufhorchen ließ. Der Sachbuchautor Roland Springer vertritt dort die These, dass via Disziplin und Kontrolle eine strenge Mitarbeiterführung zum Erfolg führt und exakte Prozesstreue das Unternehmen im Wettbewerb bestehen lässt. Der Mitarbeiter soll also vordringlich an die Einhaltung von Standards gebunden und erinnert werden. Eine Art Führung des erhobenen Zeigefingers, oder wie ich finde Management aus der Mottenkiste…

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Alte Motivationsmethoden wirken heute immer weniger

Motivationsmethoden müssen überdacht werden, denn die herkömmlichen wirken für die heute dominierenden Arbeitsaufgaben meist nicht mehr!

Viel schlimmer: Die Wissenschaft weiß dies bereits und hat es in einer Vielzahl von Expertimenten nachgewiesen. In der Wirtschaft sind diese Erkenntnisse jedoch noch nicht wirklich angekommen. Der US-Journalist Dan Pink bringt es plakativ auf den Punkt: “There´s a mismatch between what sciene knows and what business does!”


Die Motivationsmethoden des letzten Jahrhunderts
, das was wir als Zuckerbrot und Peitsche (“Carrot and stick”) kennen, sind für die Arbeitsaufgaben der “brainworker” nicht mehr angemessen.
Da die gegenwärtige Arbeitswelt aber immer mehr von solchen ”brainwork” Anforderungen an die Mitarbeiter stellt, ist dies eine recht fatale Erkenntnis. Schließlich setzen immer noch zahlreiche Unternehmen auf die typischen Incentives. Für konzeptionelle und kreativität Arbeit funktionieren diese Motivationsmethoden (“klassische Incentives”) nur eben nicht. Im Gegenteil sie wirken sogar kontraproduktiv.

Sehen Sie hier einen sehr erhellenden Ausschnitt aus einem Vortrag über Motivation neuer Generation von Dan Pink.

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Leistungsbremse Chef!

Bremsten Vorgesetzte die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Mitarbeiter aus? Offenbar scheint dies leider noch viel zu häufig der Fall zu sein. Die Qualifikation vieler Führungskräfte im Führen von Mitarbeitern scheint nicht immer ausreichend zu sein, ebenso können Überforderung oder menschliche Inkompetenz bei der Arbeit mit Mitarbeitern dahinter stecken.

Eine Studie des Fürstenberg Institutes und des Gründermagazins enable mit über 1000 befragten Arbeitnehmern aus Deutschland benennt den Vorgesetzten als häufigste Bremse für Leistungen von Mitarbeitern am Arbeitsplatz. 60 Prozent der Befragten nannten laut enable Magazin als wichtigste Leistungsbremsen mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte, unzureichende Beteiligung bei innerbetrieblichen Veränderungen und fehlende Leistungsmöglichkeiten. Alles Punkte, die mittelbar oder unmittelbar durch gute Führung positiv entwickelt und gestaltet werden können.

Gute Führung bleibt eine Schlüsselgröße für Betriebklima und unternehmerischen Erfolg.
Alarmzeichen für schlechtes Führungsverhalten sind schnell zu erkennen.

Wie steht es um Ihren Chef?
Hier eine Auswahl an kritischen Führungsverhalten, welches schnell zur Leistungsbremse für die eigenen Mitarbeiter werden kann:

  • Die Führungskraft reklamiert Erfolge des Teams/ der Mitarbeiter für sich.
  • Der Chef muss immer Recht haben und lässt keine 2.Meinung zu.
  • Das Chef-Büro ist stets geschlossen. Kein Mitarbeiter weiß genau, was der Chef so tut.
  • Auf kritische Rückmeldungen der Mitarbeiter reagiert der Vorgesetzte gereizt, unterdrückt 
         solches Feedback.
  • Die Führungskraft stellt Regeln auf, welche nur für die Mitarbeiter gelten, aber nicht für
         ihn/sie selber.
  • Der Chef hat ganz klare Lieblinge unter den Mitarbeitern und bevorzugt diese, z.B. bei
         der Aufgabenvergabe.
  • Die Führungskraft zeigt kein Interesse darin, seine Mitarbeiter auch als Menschen kennen
         zu lernen und an ihrer Entwicklung teil zu haben.
  • Der Chef spricht kaum Lob und Anerkennung aus, führt nach dem schwabischen Sprichwort:
         “Net geschwätzt is Lob genug!”

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Führung mal anders

Führung ist sicher eines der spannendsten und wichtigsten Themen in Unternehmen. Das Führungsverständnis wandelt sich und die verschiedensten Ansätze wurden bereits erdacht um zu erläutern, wie sich erfolgreiches Führungsverhalten beschreiben lässt und was “den Leader” ausmacht. 
Der Beitrag unten (gefunden auf stern.de) ist wirklich interessant gemacht. Mit Augenzwinkern zeigt er neue Aspekte auf, wie in Zeiten von Social Media und Generation Y Mitarbeitermotivation und Führung verstanden und gelebt werden können. Unser Tipp für Manager und alle Interessierten: Nehmen Sie sich kurz Zeit, schauen Sie rein und lassen Sie sich inspirieren…  Icon Wink in

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Online vs. Offline – Der tägliche Kampf um den Kunden im Fachhandel

Die FAZ vom 08.03.2010 beschreibt in ihrem Artikel: “Wider den Beratungsklau” die Situation die sehr vielen Salesman in Fachhändler bekannt ist. Der Kunde informiert sich beim Fachhändler vor Ort und kauft dann allerdings im Internet. Im Reklamationsfall wendet sich der Kunde dann wieder an den Fachhändler.

Eine schwierige Situation in der sich der Fachhändler befindet. Auf der einen Seite lebt er von der Beratung und dem sehr gutem Service, auf der anderen Seite ist auch er auf Umsatz angewiesen. Was also tun?

Ein Kunde ist im Laden, dass ist die gute Nachricht. Der Händler hat also alle Chancen seine Ware über fachliche Beratung, hohe Kompetenz der Verkäufer und sehr guten Service vor Ort an den Mann bzw. die Frau zu bekommen.

Auch im Falle einer gelungenen Reklamationsbearbeitung kann der Händler einen Stammkunden gewinnen. Über ein gelöstes Problem entstehen schließlich oft Chancen für weitere Umsätze durch dann zufriendene, wiederkehrende Kunden.

Sehen Sie es sportlich! Getreu der alten Fußballerweisheit: Mal verliert man und mal gewinnen die Anderen.
Nein, jetzt ernsthaft: Nehmen sie als Fachhändler den Kampf an und sorgen sie gemeinsam mit ihrem Personal dafür jeden Kundenkontakt optimal zu nutzen. Der Faktor Persönlichkeit spielt im Verkauf immer noch eine große Rolle. Den Face-to-Face-Vorteil können Händler bieten, nicht Bestell- oder Internetshops. Wenn Sie als Händler dafür sorgen, dass sich ihre Kunden in ihrem Geschäft als Gäste fühlen und gleichzeitig kompetent beraten werden, legen sie den Grundstein für eine gute Kundenbeziehung. Dazu sollte ihr Verkaufspersonal abschlussorientiert vorgehen, ohne den Kunden zu drängen. Die Entscheidungskriterien der Kunden sind unterschiedlich. Manche Kunden kaufen grundsätzlich nicht beim ersten Mal. Für diese Kundschaft gilt es den Coming-Back-Faktor zu steigern.

Die Berater der metaHR  unterstützen sie gern dabei.

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