Archiv für Kategorie Führung
Womit junge Führungskräfte zu kämpfen haben
Verfasst von cathanas unter Aktuelles, Führung, Personalentwicklung am 1. März 2011
Die Kollegen der US-Amerikanischen Unternehmensberatung DDI haben kürzlich eine interessante neue Studie über die Herausforderungen von Nachwuchsführungskräften (“frontline leaders”) präsentiert. Die Erkenntnisse der Studie können Unternehmen helfen Ihren Führungsnachwuchs besser auf kommende Führungsaufgaben vorzubereiten. Keyfacts aus der Studie werden in diesem kurzen Video charmant von zwei DDI Vertretern präsentiert.
Eine Auswahl wichtiger Ergebnisse der Studie
(1130 Manager mit erster Führungsverantwortung wurden befragt):
- Nur 11% sind gezielt auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet worden
(z.B. durch ein Nachwuchsprogramm)
- Rund die Hälfte aller neuen Führungskräfte hat die Beförderung wegen der besseren
Verdienstmöglichkeiten angestrebt. Besonders diese Gruppe hat dann oft Motivationsprobleme
und bereut den Schritt zur Führungskraft sogar.
- Auch nach dem ersten Jahr in Führungsverantwortung sagen 57%, sie hätten im wesentlichen
durch Try-and-Error den Führungsjob erlernt. Gezielte Weiterentwicklung und Mentoren
werden vermisst.
Mehr Infos zur Studie gibt es auf der Webseite von DDI.
Hier gibt es zudem Infos über Erfolgsfaktoren von Personalentwicklungsprogrammen.
Selbstwirksamkeitserwartung: Wie Sie den Glauben an die eigene Kompetenz stärken
Verfasst von cathanas unter Führung, Personalentwicklung am 26. November 2010
Selbstwirksamkeitserwartung: Wie Sie den Glauben an die eigene Kompetenz stärken. Eine Einführung für Führungskräfte und Trainer.
Menschen verfügen über viele verschiedene, unterschiedlich stark ausgeprägte Kompetenzen, welche die Basis für ihr Handeln darstellt. In ihren Kompetenzen unterscheiden sich z.B. einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Teams. Die Erfolgsaussichten beim Ausführen von Handlungen entsprechenden wird jedoch nicht nur durch die vorhandenen Kompetenzen vorbestimmt, sondern auch durch unsere eigene Annahme darüber, wie einflussreich und gezielt wir Ergebnisse tatsächlich selbst bewirken können. Diese Annahme nennt man Selbstwirksamkeitserwartung (perceived self-efficacy).
Im Gegensatz zu einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung, welche erzielte Ergebnisse mit dem eigenen Handeln in Zusammenhang bringt, lässt eine niedrige Selbstwirksamkeitserwartung mehr Raum für Erklärungen á la Zufall, äußere Umstände oder die Einwirkung durch andere Personen. Diese Zuschreibung von Ergebnissen (“Attribution”) an sich selbst oder an andere wirkt sich wieder aus auf die zukünftige Annahme darüber, ob man selbst Einfluss nehmen kann oder den Ereignissen mehr oder weniger ausgeliefert ist. Bei einer entsprechend positiven, also selbstwirksamen Erwartung neigen Menschen dazu sich herausfordernde Ziele zu setzen und durchschnittlich bessere Leistungsergebnisse zu erzielen, was wieder zu einer Stärkung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung führt. Die Wissenschaftler Locke und Latham sprechen dabei vom sog. “high performance cycle“.
Eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung stärkt also Leistungsfähigkeit und Leistung, erhöht die Chance sich gegen Widerstände durchzusetzen und auch Veränderungen besser zu verarbeiten. Aus diesen Gründen ist es ratsam in der Mitarbeiterführung auf einen positiven Rahmen für Selbstwirksamkeit zu setzen bzw. Selbstwirksamkeitserfahrungen gezielt auch in Personalentwicklungsmaßnahmen zu trainieren.
Führungskräfte oder Trainer können die Selbstwirksamkeitserwartung ihrer Mitarbeiter oder Seminarteilnehmern positiv beeinflussen, indem Sie folgende Wege gehen (nach Albert Bandura):
Lost & Found (3): Fundstücke aus Blogs und Web
Verfasst von cathanas unter Aktuelles, Führung, HR-Allgemein, Recruiting am 17. November 2010
Lost & Found (3): Fundstücke aus Blogs und Web
Das Jahresendgeschäft hinterlässt in positiver Weise seine Spuren und ich als Autor habe hier im Blog ein wenig den Schlendrian einziehen lassen. Aber trotz all der intensiven Arbeit an diversen Kundenprojekten möchte ich gern eine kleine Tradition dieses Blogs fortführen:
Und voilá somit ist es wieder einmal so weit, an unserem virtuellen lost & found Schalter vorbei zu schauen. Auch diesmal gibt es einige interessante Fundstücke aus HR-Blogs und von Webseiten.
Diesmal mit von der Partie:
Die brandaktuelle Diskussion um den Fachkräftemangel, damit in Verbindung stehend eine Einschätzung über einen bevorstehenden Jobboom für ältere Arbeitnehmer, absurde Personalauswahl, ein spannender Einblick ins Führungsverständnis bei Google und ein spannender Einblick darüber wie Manipulation funktioniert. Außerdem ein Blick auf die 20 wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland, gemessen an den Zugriffszahlen.
Was Sie über Motivation im Job wissen sollten!
Was Sie über Motivation im Job wissen sollten – oder was die Wissenschaft schon lange weiß, aber in der Wirtschaft zu wenig ankommt.
Arbeitsmotivation ist eines der besonders umfangreich erforschten Phänomene. Umso interessanter und erschreckender ist es, dass zahlreiche der so gewonnenen Erkenntnisse der Wissenschaft in der Unternehmens- und Personalführung nicht umgesetzt werden.
Dan Pink, Autor von Fachbüchern zum Thema Lernen und Arbeiten, hat sich nun das Thema Motivation vorgenommen. Er sagt, dass Motivation nach dem alten Prinzip von “Zuckerbrot und Peitsche” immer seltener funktioniert, in einer Arbeitswelt, die auf kreative, problemlösende Aufgaben setzt. Dies ist keine neue Erkenntnis, sondern schon lange bekannt, wie Pink in seinem Buch “Drive” beispielreich offenbart. Gewissermaßen tragisch ist es, dass in der Mitarbeiterführung viele dieser Erkenntnisse nicht umgesetzt werden. Statt dessen wird auf eine teilweise sogar kontraproduktive Motivation via Incentives und extrinischer Anreize gesetzt.
Wie derlei Fakten in Zusammenhang stehen, illustriert auf unvergleichlich eindrucksvolle Weise dieses Video von RSAnimate…
Facebook im Büro zulassen oder verbieten?
Facebook im Büro zulassen oder verbieten?
Chancen und Ängste sorgen für ein gespaltenes Vorgehen bei Arbeitgebern.
Soziale Netzwerke sind auf dem Vormarsch. An vorderster Front ist Facebook dabei. Seit es immer deutlicher wird, dass Web 2.0 in Form von Social Media Netzwerken für immer mehr Menschen zum Informations- und Kommunikationsalltag wird, sind Arbeitgeber gefordert sich zum Umgang mit diesem Phänomen zu positionieren.
Auf der einen Seite wollen zunehmend mehr Unternehmen selber Social Media einsetzen, bspw. im Personalmarketing und Recruiting. Auf der anderen Seite sind die Unternehmen gespalten, wenn es um den Zugang ihrer Mitarbeiter zu sozialen Netzwerken während der Arbeitszeit geht. Einige verbieten die Nutzung gänzlich, wie dies kürzlich bei SPON über Volkswagen oder HeidelbergCement berichtet wurde.
Andere Unternehmen gehen offensiv mit dem Thema um und lassen Mitarbeiter im Büro twittern oder in Facebook aktiv sein, wie es im Bayer-Konzern seit Anfang 2010 Usus ist.
Welche Motive treiben Unternehmen in die eine oder andere Richtung zu entscheiden? Wie ernst sind vor allem Sicherheitsbedenken zu nehmen? Was erwarten die Mitarbeiter von Ihren Arbeitgebern in dieser Angelegenheit? Warum ist das ganze Thema eine Angelegenheit für die Führungskräfte und die Unternehmenskultur?
Gehen wir der Sache mal etwas auf den Grund…
3 Business-Querdenker die Sie unbedingt kennen sollten!
Verfasst von cathanas unter Aktuelles, Führung, HR-Allgemein am 23. September 2010
3 Business-Querdenker die Sie unbedingt kennen sollten!
Menschen, welche der Wirtschaftswelt Inputs geben gibt es viele. Unzählige Bücher zu Führung, Management, Motivation und Unternehmenentwicklung erscheinen Jahr für Jahr. Doch nur wenige Experten denken in bahnbrechenden Dimensionen und gewinnen in ihrer Generation und vielleicht auch darüber hinaus wirklich Einfluss. Drei solcher Visonäre, solcher Business-Querdenker mit ihren Fragestellungen und Ideen stellen wir im folgenden kurz vor.
Es sind: Jim Collins, Mihaly Csikszentmihalyi und Prof. Peter Kruse.
3×5 Schlüsselfragen, die Ihnen helfen, Leistung und Qualität im Team abzusichern
3×5 Schlüsselfragen, die Ihnen helfen, die Leistung und die Qualität in Ihrem Team abzusichern.
Teamarbeit wird heute viel eingesetzt. Teams bieten viele Vorteile für die Erledigung von Aufgaben und die Erreichung von Zielen.
Ebenso wird Teamarbeit häufig gescholten und der Teamgeist ist leider oft nur ein Lippenbekenntnis.
Teamleiter oder Projektleiter müssen aufpassen, dass Aufgabenverteilung, Stimmung und Zusammensetzung in ihrem Team stimmen. Ein regelmäßiger Check zur Leistungsfähigkeit und somit zur Qualität ihrer Teamarbeit ist dafür hilfreich. Mit diesen drei mal fünf Schlüsselfragen können Sie einen schnellen Blick auf Ihr Team werfen.
Management aus der Mottenkiste…oder wie?
Ich habe gestern ein Interview auf Spiegel Online gelesen, welches mich aufhorchen ließ. Der Sachbuchautor Roland Springer vertritt dort die These, dass via Disziplin und Kontrolle eine strenge Mitarbeiterführung zum Erfolg führt und exakte Prozesstreue das Unternehmen im Wettbewerb bestehen lässt. Der Mitarbeiter soll also vordringlich an die Einhaltung von Standards gebunden und erinnert werden. Eine Art Führung des erhobenen Zeigefingers, oder wie ich finde Management aus der Mottenkiste…
Alte Motivationsmethoden wirken heute immer weniger
Verfasst von cathanas unter Führung, Personalentwicklung am 27. Juli 2010
Motivationsmethoden müssen überdacht werden, denn die herkömmlichen wirken für die heute dominierenden Arbeitsaufgaben meist nicht mehr!
Viel schlimmer: Die Wissenschaft weiß dies bereits und hat es in einer Vielzahl von Expertimenten nachgewiesen. In der Wirtschaft sind diese Erkenntnisse jedoch noch nicht wirklich angekommen. Der US-Journalist Dan Pink bringt es plakativ auf den Punkt: “There´s a mismatch between what sciene knows and what business does!”
Die Motivationsmethoden des letzten Jahrhunderts, das was wir als Zuckerbrot und Peitsche (“Carrot and stick”) kennen, sind für die Arbeitsaufgaben der “brainworker” nicht mehr angemessen.
Da die gegenwärtige Arbeitswelt aber immer mehr von solchen ”brainwork” Anforderungen an die Mitarbeiter stellt, ist dies eine recht fatale Erkenntnis. Schließlich setzen immer noch zahlreiche Unternehmen auf die typischen Incentives. Für konzeptionelle und kreativität Arbeit funktionieren diese Motivationsmethoden (“klassische Incentives”) nur eben nicht. Im Gegenteil sie wirken sogar kontraproduktiv.
Sehen Sie hier einen sehr erhellenden Ausschnitt aus einem Vortrag über Motivation neuer Generation von Dan Pink.



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